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Fürstliche Bibliothek Corvey

Corvey 

Microfiche-Edition der Sachliteratur. Ca. 2,5 Millionen Seiten auf 20.169 Microfiches.
Gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft.


Neu! Jetzt auch digitalisiert. PDFs auf DVD bzw. Festplatte.

Die Fürstliche Bibliothek Corvey ist eine der bedeutendsten deutschen Privatbibliotheken mit geschlossenen Buchbeständen von über 67.000 Bänden aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Sie ist 1987 in das "Verzeichnis wertvollen Kulturgutes der Bundesrepublik Deutschland" eingetragen und von 1985 bis 1998 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Universität-Gesamthochschule Paderborn, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Arbeitsamt Paderborn und der Fritz-Thyssen-Stiftung für die Öffentlichkeit und für die Wissenschaft erschlossen worden.

Die Bestände der Bibliothek umfassen etwa zu gleichen Teilen Belletristik und Sachliteratur, letztere vor allem die Fächer Geschichte und Geographie, außerdem Sammlungen aus der Naturwissenschaft, der Ökonomie, der Philosophie und der Theologie. In der historischen Literatur sind die Werke zur französischen und englischen Geschichte, speziell zur Französischen Revolution und zur napoleonischen Zeit besonders reich vertreten. Innerhalb der deutschen Geschichte bilden Preußen sowie Westfalen, Hohenlohe und Schlesien Schwerpunkte. Ergänzt wird diese Abteilung durch zahlreiche Memoiren und Biographien.

 CorveyRegal

Die Abteilung "Geographie, Statistik und Reisen" dürfte mit ihren fast 7.000 Bänden ihresgleichen suchen und umfasst das "klassische Zeitalter der Reisen" von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Regional steht Europa im Mittelpunkt, aber auch Amerika und weitere außereuropäische Gebiete sind vertreten. Die Anfänge dieser bedeutenden, rein weltlichen Büchersammlung gehen zurück auf das frühe 19. Jahrhundert und sind in der Haus- und Hofbibliothek im Schloss der Landgrafen von Hessen-Rotenburg a.d. Fulda zu finden. In vier Generationen hatten Landgraf Viktor Amadeus und seine Vorfahren dort die beachtliche Anzahl von 36000 Bänden zusammengetragen. Im Jahre 1840 erbte Prinz Viktor, ein Neffe des Landgrafen, das Schloss und begründete als erster Herzog das heutige fürstliche Haus Ratibor und Corvey, zu dessen Besitz die Bibliothek bis heute zählt. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts enthielt diese traditionelle Adelsbibliothek vor allem ältere sowie zeitgenössische "schöne" Literatur, bis ins späte 19. Jahrhundert wurden die Buchbestände stetig erweitert, u. a. von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der von 1860 bis 1874 als Bibliothekar des Herzogs von Ratibor in Corvey tätig war. Er vervollständigte die Bestände beispielsweise durch die Anschaffung kostbarer, seltener Werke. Zu dieser Zeit, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, zog die Corveyer Bibliothek die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich, auch in überregionalen "Fachkreisen". So kamen z. B. Brockhaus und sogar der preußische König Wilhelm I. zu Besuch. Insgesamt haben sich zu Lebzeiten des Herzogs Viktor die Bestände der Bibliothek nahezu verdoppelt. Dieses herausragende Denkmal europäischer Buchkultur zeichnet sich vor allem aus durch seine einzigartige Sammlung an Pracht- und Ansichtenwerken, außerdem durch den reichen Bestand an Unterhaltungsliteratur, der zu großen Teilen derzeit in keiner anderen durch Kataloge erschlossenen Bibliothek nachweisbar ist. Viele Werke sind Unica.

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E-Mail: Georg Olms Verlag

Fürstliche Bibliothek Corvey - Microfiche
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