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Martina Elisabeth Eidecker
Sinnsuche und Trauerarbeit. Funktionen von Schreiben in Irmtraud Morgners Gesamtwerk

1998, VI/256 S.
Reihe: Germanistische Texte und Studien, 58
ISBN: 978-3-487-10599-4
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Beschreibung
Fachgebiete

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk Irmtraud Morgners unter dem Gesichtspunkt von Schreiben als Trauerarbeit. Morgners literarisches Schaffen wird dabei als Sinnsuche und Ausdruck von Trauer um den Verlust einer verlorengegangenen sozialistischen Utopie begriffen. Die Trauerarbeit wird dem Modell John Bowlbys folgend in Phasen unterteilt, denen sich jeweils verschiedene Werke der Schriftstellerin zuordnen lassen. Methodisch orientiert sich die Arbeit vor allem an den psychologischen Arbeiten Heinz Kohuts. Der Text nimmt feministische Fragestellungen auf, geht aber weit darüber hinaus; ebenso wie auch Morgner selbst in der Suche nach dem Menschlichen das feministische Terrain immer wieder verließ und sich auf eine Sinnsuche begab, die fixierte Geschlechterrollen für Frauen und Männer in Frage stellte. Morgners Werk erhellt die psychohistorische Situation der DDR-Gesellschaft durch vier Jahrzehnte hindurch. Gerade im Zuge der Diskussion um den Wert und die Erkenntnisfunktion einer – inzwischen in die Vergangenheit gerückten – DDR-Literatur ist die Arbeit ein interessanter Beitrag zum besseren und tieferen Verständnis der Psychohistorie einer Weltanschauungsdiktatur.