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Ha-jo Maier
Zwischen Bestimmung und Autonomie - Erziehung, Bildung und Liebe im Frauenroman des 18. Jahrhunderts
Eine literatursoziologische Studie von Christian F. Gellerts "Leben der Schwedischen Gräfin von G***" und Sophie von La Roches "Geschichte des Fräuleins von Sternheim".

2001, 406 S.
Reihe: Germanistische Texte und Studien, 65
ISBN: 978-3-487-11300-5
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Beschreibung
Fachgebiete

Am Beispiel zweier repräsentativer Gesellschaftsromane des 18. Jahrhunderts, Gellerts „Leben der schwedischen Gräfin von G***“ und Sophie von La Roches „Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim“, untersucht der Autor, wie Frauen in der fiktiven Literatur ihrer Zeit dargestellt wurden, welche ideologisch-ideengeschichtlichen
Entwürfe dahinter stehen und wie dies die soziale Realität beeinflußte. Beide Romane können als hoch differenzierende Erzählungen gelesen werden, die schon den künftigen Geschlechterdiskurs in sich bergen. Sie zeigen, wie stark die Themen der sozialen Gliederung, der Autonomie des Subjekts, der Bildung, der Macht zwischen den Geschlechtern, der Liebe und der Lebenschancen miteinander verzahnt sind und auch in der öffentlichen Diskussion so erscheinen. Dabei wird erstmals die Rolle der Sexualität im Liebeskonzept detailliert in der facettenreichen Gesamtheit der Romane erfaßt und auf ihre Bedeutung für weibliche Rollen und Identitäten geprüft. In Auseinandersetzung mit der Forschungs- und Interpretationsliteratur informiert der Autor über den aktuellen Forschungsstand und korrigiert eine Reihe von Urteilen der Sekundärliteratur, die auf der mangelhaften Wahrnehmung der Geamtheit der Romane und deren realgesellschaftlicher Bedeutung beruhen.