Programm
Service
Über den Verlag


Alexandra Scheibler
„Ich glaube an den Menschen"
Leonard Bernsteins religiöse Haltung im Spiegel seiner Werke.

2001, 282 S., mit zahlr. Notenbeispielen und 5 Abb.
Reihe: Studien und Materialien zur Musikwissenschaft, 22
ISBN: 978-3-487-11344-9
Lieferbar!

39,80 EUR
(Preis inkl. Umsatzsteuer zzgl. Versandkosten)
Lieferzeit beträgt innerhalb Deutschlands bis zu 7 Arbeitstage / außerhalb Deutschlands bis zu 14 Arbeitstage


 

Beschreibung
Fachgebiete

Die Frage nach religiösen Aspekten in Bernsteins Leben und Werk ist bislang von der Forschung weitgehend unbeachtet geblieben. In geringem Maß wird auf seine jüdischen Wurzeln verwiesen und auf jüdische Thematik in seinem Werk aufmerksam gemacht, wobei seine religiöse Haltung nicht berücksichtigt wird. Auch von der Öffentlichkeit wurden Bernsteins Religiosität bzw. religiöse Kompositionen kaum wahrgenommen. Sein Charisma, seine außerordentlichen Fähigkeiten als Dirigent und Pädagoge sowie seine Leistung für das amerikanische Musical wurden weitaus höher bewertet. Die bisher vernachlässigten religiösen Aspekte in Bernsteins Leben und Werk nehmen jedoch einen höheren Stellenwert ein, als bisher angenommen. Die vorliegende Untersuchung unternimmt die Bestimmung religiöser Leitgedanken, die sich in Bernsteins Kompositionen manifestieren und in seinem Denken präsent sind. In diesem Zusammenhang werden u.a. die Kompositionen Psalm 148 (1935), die Symphonien Nr. 1 Jeremiah (1942), Nr. 2 The Age of Anxiety (1949), Nr. 3 Kaddish (1963) und die Mass (1971) behandelt. Dabei war es möglich, zahlreiche bisher unveröffentlichte Quellen, wie Typoskripte von Ansprachen
in Universitäten, Kirchen und Synagogen sowie Briefe Bernsteins zu nutzen. Es gelang der Autorin zudem, ein bisher unbekanntes Autograph Bernsteins aufzufinden, das im Rahmen dieser Abhandlung erstmalig veröffentlicht wird. Es handelt sich dabei um eigenständig entwickelte Reflexionen des Künstlers über den Kosmos, das Göttliche und den Menschen. Dieser aufschlußreiche Fund belegt, daß Leonard Bernsteins Suche nach Antworten auf religiöse Fragen über jüdische Glaubensinhalte hinausgeht.