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Ilonka van Gülpen
Der deutsche Humanismus und die frühe Reformations-Propaganda 1520-1526
Das Lutherportrait im Dienst der Bildpublizistik.

2002, 517 S., mit 102 Abb.
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 144
ISBN: 978-3-487-11680-8
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Beschreibung
Fachgebiete

Das Buch konzentriert sich auf die Anfänge der Reformationspropaganda. Es ist zu hinterfragen, wie ein derartiger publizistischer Erfolg zustandekommen konnte, berücksichtigt man die machtpolitischen Konstellationen der Frühen Neuzeit und die Tatsache, daß der des Lesens fähige Bevölkerungsteil gerade zehn Prozent betrug. Eine Abschrift von Luthers Ablaßthesen geriet in das professionell organisierte Verteilernetz der deutschen Humanisten, die seit Jahren mit allen ihnen zur Verfügung stehenden publizistischen Mitteln gegen die aus ihrer Sicht bestehende grenzenlose Borniertheit der scholastischen Theologen und die nicht mehr zu tolerierenden Mißstände innerhalb der katholischen Kirche zu Felde gezogen waren.
Der immense Erfolg der von Luther und den Humanisten in Gang gebrachten Reformationsbewegung ist allerdings auch der aktiven Beteiligung der Drucker-Verleger zu verdanken, welche die Lukrativität der Veröffentlichung von Schriften von und über Luther schnell erkennend, diese ins Bewußtsein der Öffentlichkeit gerückt und insbesondere durch den Einsatz von Lutherbildnissen - ebenso wie die Humanisten - die gesellschaftspolitische Entwicklung auf europäischer Ebene beeinflußt haben.
Die Arbeit versteht sich als fächerübergreifende Untersuchung, da für die Auswertung der Flugschriften, die den Hauptteil der Bildpublizistik ausmachen, neben den Kirchenhistorikern vor allem die Forschungsergebnisse der Literatur- und Buchhistoriker herangezogen werden mußten, um die Aussagen der Reformationspropaganda innerhalb eines breiten Kontextes angemessen beurteilen zu können.