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Michael Herb
Der Wettkampf in den Marschen
Quellenkritische, naturkundliche und sporthistorische Untersuchungen zu einem altägyptischen Szenentyp.

Hildesheim 2001, X/504 S., mit zahlr. s/w Abb., Leinen
Reihe: Nikephoros-Beihefte, 5
WEIDMANN
ISBN: 978-3-615-00226-3
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Beschreibung
Fachgebiete

Eine der grundlegenden Voraussetzungen für die Ausbildung und das Fortbestehen der Altägyptischen Hochkultur lag in der umfassenden Ausbeutung und Nutzung der Flußlandschaft, die in antiker wie in heutiger Zeit in eine aride bis hyperaride Umgebung eingebettet war.
Hierbei bildete der Zugriff des Menschen auf die regional begrenzten, für das Land aber dennoch charakteristischen Brackwasser- und Dauersumpfgebiete, die sich an den Rändern der Flußoase erstreckten, einen tragenden Pfeiler des ökonomischen Systems, auf dem die Hochkultur basierte. Die Untersuchungen
beschäftigen sich mit den Geschehnissen, die sich vor etwa 4500 Jahren im engen Einzugsgebiet solcher Dauersümpfe oder Marschen zugetragen haben.
Im besonderen geht es um ein festliches Ereignis, das mit den hier absolvierten Arbeitsprozessen eng verbunden ist: den Wettkampf in den Marschen. Seine Existenz läßt erkennen, dass das ökonomische System die involvierten Arbeitskräfte nicht nur in überaus hohem Maße für sich in Anspruch nimmt, sondern ihnen auch einen nicht-ökonomisch motivierten, d.h. sportlichen Ausgleich anbietet. Mit ihrem Wettkampf feierten die Marschenarbeiter den erfolgreichen Abschluß ihrer Tätigkeiten, die sie für Wochen, vielleicht gar für Monate in die unwirtlichen Regionen fernab ihrer Heimat geführt hatten.