Programm
Service
Über den Verlag


Heinz von Loesch
Der Werkbegriff in der protestantischen Musiktheorie des 16. und 17. Jahrhunderts
Ein Mißverständnis.

2001, XII/164 S.
Reihe: Studien zur Geschichte der Musiktheorie, 1
ISBN: 978-3-487-11446-0
Lieferbar!

25,80 EUR
(Preis inkl. Umsatzsteuer zzgl. Versandkosten)
Lieferzeit beträgt innerhalb Deutschlands bis zu 7 Arbeitstage / außerhalb Deutschlands bis zu 14 Arbeitstage


 

Beschreibung
Fachgebiete

Zu den prominentesten Thesen der musikalischen Ideengeschichtsschreibung gehört die Behauptung, daß der Begriff vom musikalischen Kunstwerk, die zentrale Kategorie unserer Ästhetik, bereits im 16. Jahrhundert formuliert worden sei. Und aus der Tatsache, daß die Formulierung dem unmittelbaren Umkreis der Wittenberger Reformatoren entsprang – Luther, Melanchthon, Bugenhagen –, schloß man auf einen spezifischen Zusammenhang zwischen Werkbegriff und Protestantismus.
In der vorliegenden Studie werden unter Bezugnahme auf das zeitgenössische musikalische, theologische und kunsttheoretische Schrifttum beide Behauptungen falsifiziert. Der Werkbegriff des 16. Jahrhunderts war nicht unser Werkbegriff. Und seine Formulierung in Wittenberg war kein Ausfluß protestantischer Dogmatik, sondern
vielmehr das zufällige Resultat der durch Melanchthon inaugurierten protestantischen Aristoteles-Rezeption.