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Hans Schemann
"Kontext" - "Bild" - "idiomatische Synonymie" mit einer Darstellung der Synonymie in der deutschen Idiomatik

2003, XII/337 S.
Reihe: Germanistische Linguistik - Monographien, 14
ISBN: 978-3-487-12510-7
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"Allen, die sich mit phraseologischen Fragestellungen im Allgemeinen und mit Fragen des Zusammenhangs von Kontext, Bild, Bedeutung und idiomatischer Synonymie im Besonderen beschäftigen, dürften die Reflexionen und Untersuchungen eine anregende Informationsquelle sein." (Sabine Broneske/Barbara Wotjak, Deutsch als Fremdsprache, 43. Jahrgang, 2. Quartal 2006/Heft 2)

Jede „Äußerung“ – sei sie sprachlicher, sei sie nicht-sprachlicher Art – hat nur in einem gegebenen Kontext „Bedeutung“. Darin sind sich wohl alle Forscher einig. Doch die Fra-gen: Was ist – genau! – „Kontext“? Welche einzelnen Faktoren konstituieren ihn? Wie spielen diese Faktoren zusammen? Wie sind sie zu gewichten? …– diese Fragen dürften kaum zwei Forscher gleich beantworten.
Die vorliegende Untersuchung benutzt die idiomatischen Ausdrücke heuristisch. Wie man immer wieder beobachtet und kommentiert hat, verlangt jeder idiomatische Ausdruck zu seiner „korrekten“ Verwendung ein ganz bestimmtes Kontextgefüge; und ebenso ist die Genese eines solchen Ausdrucks nur vor dem Hintergrund eines Kontextgefüges zu verste-hen.

Die Arbeit geht also ganz gezielt der Frage nach: Unter welchen Bedingungen, aus welchen Gründen und in welcher Hinsicht nehmen zwei oder mehrere idiomatische Ausdrücke „die-selbe“ Bedeutung an, und entwickelt so Schritt für Schritt die wesentlichen zu unterschei-denden Kontextformen – in dynamischer Perspektive: „Was muß der Sprecher tun, um (i-diomatische) Synonymie zu stiften?“
Im Gegensatz wohl zu allen bisherigen Kontextanalysen führt die skizzierte Methode zu einem Kontext-Gefüge interdependenter Kontext-Formen.

Ein eigener Teil untersucht die „Synonymie in der deutschen Idiomatik“: die Zahl der syn-onymen Idioms, ihre Gruppierungen zu Wortfeldern, die Konstitutionsfaktoren dieser Wortfelder, ihre Relevanz im gesamten (idiomatischen) Wortschatz. Dabei ergeben sich nicht nur zahlreiche aufschlußreiche, bisher vernachlässigte und /oder unbekannte Einzel-ergebnisse; es ergibt sich auch eine völlig neue Bewertung der Funktion der Synonymie in einer Einzelsprache: auf der Ebene des „Bildes“, konstituiert durch einen mehr oder weni-ger vielschichtigen Kontext, ist die Synonymie ein äußerst häufiges, immer wieder abge-wandeltes Grundphänomen einer natürlichen Sprache – dessen Analyse wiederum zu einer ganzen Reihe (anderer) grundlegender Erkenntnisse über die Struktur des Wortschatzes führt.





Der Autor:

vgl. Band 4 dieser Reihe: „Idiomatik und Anthropologie. ‚Bild’ und ‚Bedeutung’ in linguis-tischer, sprachgenetischer und philosophischer Perspektive“.
Seit 2001 Gastprofessor an der „Universidade do Minho“ in Braga, Nordportugal.