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Claudia Gronemann
Postmoderne/Postkoloniale Konzepte der Autobiographie in der französischen und maghrebinischen Literatur. Autofiction - Nouvelle Autobiographie - Double Autobiographie - Aventure du texte

2002, 222 S.
Reihe: Passagen - Passages, 1
ISBN: 978-3-487-11742-3
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Beschreibung
Fachgebiete

"Der epistemologische Wandel mit seinen Konsequenzen für die narrativen Ich-Entwürfe der Autobiographen hat neben dem literarischen Zentrum (hier: Paris) längst auch die Peripherie erreicht und dabei zugleich die Grenzwälle zwischen Wahrheit und Fiktion geschleift. Claudia Gronemann zeigt dies auf der Basis exzellenter theoretischer Kenntnisse mit eindrucksvoller analytischer Schärfe." (Doris Ruhe, Germanisch-Romanische Monatsschrift Bd. 57, Heft 4, 2007)

Die Arbeit hat die Untersuchung zeitgenössischer Formen der Autobiographie zum Ziel, die ausgehend von epistemologischen und poetologischen Aspekten als postmoderne und postkoloniale Diskurse beschrieben werden. Im Anschluß an eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Genre sowie dessen nachmetaphyischer Umformulierung widmet sie sich in einem umfangreichen Analyseteil Werken von Serge Doubrovsky und Alain Robbe-Grillet sowie Assia Djebar (Friedensnobelpreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2000) und Abdelwahab Meddeb aus dem Maghreb, deren Schreibkonzepte auf unterschiedliche Weise die fiktionale Konstitution des Ich thematisieren. Im Rahmen diverser Strategien wird jeweils ein im Schreibakt sich konstituierendes Ich entworfen, das nirgendwo außerhalb dieser textuellen Manifestation zugänglich ist. Die konventionelle Intention einer Autobiographie, ein außertextuell vermutetes Subjekt nachzubilden, erweist sich damit in allen Texten als unerfüllbar. Dennoch, und dies problematisiert die Arbeit eingehend, schließt dies eine biographische Referenzialität nicht aus. Ausgehend von einem kulturübergreifenden Korpus sowie einem transdisziplinären Untersuchungsansatz ist die Arbeit ein Beitrag zur aktuellen Frage des Wandels der Autobiographie.