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Alfonso de Toro (Hrsg.); Claudia Gronemann (Hrsg.)
Autobiographie revisited: Theorie und Praxis neuer autobiographischer Diskurse in der französischen, spanischen und lateinamerikanischen Literatur

2004, 250 S., Paperback
Reihe: Passagen - Passages, 4
ISBN: 978-3-487-12730-9
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Beschreibung
Fachgebiete

Gegenstand des vorliegenden Bandes ist die Untersuchung neuer autobiographischer Diskurse. Ausgangspunkt ist dabei die im Laufe des 20. Jahrhunderts vollzogene fundamentale Veränderung der Erfahrung und Konzeption von Subjektivität, die sich in gänzlich veränderten Repräsentationsformen des literarischen Ich manifestiert. Das Scheitern der sprachlichen Konstitution eines kohärenten Subjekts und die daraus resultierende Brüchigkeit seiner Identität sind Koordinaten, um die sich das Feld der Neuen Autobiographie und die hier versammelten Beiträge zentrieren. In einem übergreifenden Zusammenhang – der sich nicht zuletzt in der Mehrsprachigkeit des Bandes selbst widerspiegelt – werden Verbindungslinien, aber auch Spezifika der Texte herausgearbeitet: als autofiction (Doubrovsky), auto-roman (Duras), autohistoria (Anzaldúa) oder als lesbische und Gay-Schreibweisen (Gide, Genet,Goytisolo).
Der vorliegende Band, der transdisziplinäre, kulturwissenschaftliche und postkoloniale Forschungsansätze versammelt, stellt einen Beitrag zur Theorie und Praxis dieser neuen Autobiographik dar und lädt dazu ein, die Texte einerseits als Verabschiedung der mimetisch referentiellen Autobiographie und andererseits als deren Wiederkehr in Form einer unhintergehbar hybriden, oszillierenden (fiktionalen) Schrift zu begreifen, in der das Subjekt als sinngebende Lücke überlebt.

"Besonders reizvoll an diesem Band über neue autobiographische Modelle (...) ist sein sprach- und kulturübergreifender Ansatz. Der Band versammelt neben literatur- und kulturwissenschaftlichen auch postkoloniale sowie gender- und queergeleitete Forschungsansätze." (Natascha Ueckmann, Bremen, in: Romanische Forschungen, 119. Band, Heft 3, 2007, S. 387)