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Friedrich Heinrich von der Hagen
Der Nibelungen Lied
In der Ursprache mit den Lesarten aller Handschriften und Erläuterungen der Sprache, Sage und Geschichte. (= Bd. 1: Der Nibelungen Noth zum erstenmal in der ältesten Gestalt aus der St. Galler Urschrift: mit den Lesarten aller übrigen Handschriften).

3., berichtigte, mit Einleitung und Wörterbuch vermehrte Aufl. Breslau 1820 , LXVI/640 S.
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Beschreibung
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Der Fund der Fragmente einer bislang unbekannten Nibelungen-Handschrift im Mainzer Gutenbergmuseum im Jahre 2003 offenbart, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Hauptwerk der mittelhochdeutschen Literatur keineswegs abgeschlossen ist. Die neuere Forschung bezweifelt die Möglichkeit einer verbindlichen Bestimmung des Verhältnisses der zahlreichen Handschriften zu einem „Original“.
Im Streit um die verschiedenen Fassungen des Nibelungenliedes bleibt die von Friedrich von der Hagen herausgegebene Ausgabe ein wichtiger Markstein innerhalb der komplexen Editionsgeschichte des Epos. Trotz der berechtigten späteren Kritik an seinem Editionsverfahren enthält von der Hagens Ausgabe wertvolle Erkenntnisse zur Überlieferung, zur Einheit des Werkes als von einem Dichter herrührend, zur Bewertung der verschiedenen Handschriften und zur Interpretation des Epos als Tragödie Kriemhilds.
Darüber hinaus ist seine Edition Ausdruck des neu erwachten Interesses am Mittelalter zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als das Nibelungenlied zum „Denkmal einer Nationalpoesie“ erhoben wurde. Auch Goethe rezipierte die „Nibelungen“ in der Ausgabe von der Hagens und las diese in der „Weimarer Mittwochsgesellschaft“ vor.