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Clara Schumann
Jugendtagebücher 1827-1840
Nach den Handschriften im Robert-Schumann-Haus Zwickau herausgegeben von Gerd Nauhaus und Nancy B. Reich.

2019 , 500 S., mit 16 Abb., Englische Broschur
ISBN: 978-3-487-08621-7
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Beschreibung
Fachgebiete

Zum ersten Mal erscheinen die Kindheits- und Jugend-Tagebücher der großen Pianistin Clara Schumann vollständig im Druck. Sie waren bisher nur auszugweise im Rahmen der Biographie von Berthold Litzmann zugänglich.
Herausgeber sind der langjährige frühere Direktor des Robert-Schumann-Hauses Zwickau und Editor der Tage- und Haushaltbücher Robert Schumanns, Gerd Nauhaus, und die amerikanische Musikologin und Clara-Schumann-Biographin, Nancy B. Reich.
Es handelt sich bei den Jugend-Tagebüchern um Dokumente von höchster Eigenart und außerordentlichem Interesse: Schon die Art der Abfassung ist ungewöhnlich, da die Aufzeichnungen anfangs stellvertretend für die junge Clara Wieck, doch in der Ich-Form, von ihrem Vater, dem Klavierpädagogen Friedrich Wieck, vorgenommen wurden. Erst ganz allmählich wuchs Clara in das Tagebuchschreiben hinein, wurde vom Vater zum Kopieren wichtiger Empfehlungsbriefe herangezogen, konnte sich dann mehr und mehr selbst artikulieren, aber erst als Siebzehn-, Achtzehnjährige frei von väterlicher Zensur äußern.
Zu dieser Zeit hatte sich bereits die Liebesbeziehung zu Robert Schumann entwickelt, die vor dem Einmünden in die Eheschließung noch das „Fegefeuer“ des Gerichtsprozesses zu durchlaufen hatte, dann aber zum gelösten, glücklichen Ausklang der Tagebuch-Aufzeichnungen führt.
Die Berichte Friedrich und Clara Wiecks sind biographisch und kulturhistorisch überaus vielfältig und anregend, sie setzen bereits in der Kindheit Claras ein legen und das pädagogische Konzept des Vaters für ihre Erziehung und Ausbildung zur Virtuosin und Künstlerin ebenso klar wie den Weg zu dessen Realisierung. Prägnant, scharfsichtig und nicht selten amüsant werden die Stationen dieses Weges, insbesondere die ausgedehnten Reisen des ungleichen Paars mit ihrer Mühsal und dem häufigen “Konzertärger“, aber auch den stetig zunehmenden Erfolgen Claras geschildert.
Wir erleben Städte und ihre Honoratioren, Konzertsäle, Instrumente sowie, stets kritisch durch die Brille des gestrengen Vaters Wieck gesehen, Künstler-Kollegen und –Konkurrenten, darunter berühmte Namen wie Thalberg, Liszt, Pauline Viardot und viele andere mehr. So begegnet uns im reichhaltigen Inhalt dieser Tagebücher ein Kompendium und Kaleidoskop des zeitgenössischen Musiklebens im frühen 19. Jahrhundert.
Die Ausgabe wird sorgfältig kommentiert und mit verschiedenen Registern sowie zahlreichen Abbildungen aus dem reichen Fundus des Robert-Schumann-Hauses Zwickau, in dessen weltweit einzigartigem Archiv sich die Handschriften der Tagebücher befinden, versehen sein.