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Claudia Thorun
Sarah Bernhardt. Inszenierungen von Weiblichkeit im Fin de siècle

2006, X/359 S., mit 22 Abb.
Reihe: Medien und Theater, 8
ISBN: 978-3-487-13177-1
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Beschreibung
Fachgebiete

"Claudia Thorun hat eine lesenswerte Studie verfasst, die sich mit Sarah Bernhardts Inszenierungen von Weiblichkeit aus theatertheoretischer und gendertheoretischer Sicht beschäftigt. Angesichts der umfassend untersuchten literarischen Imaginationen von Weiblichkeit im Fin de Siècle ist es erstaunlich, dass ihr Buch zu den wenigen Publikationen gehört, die unser Wissen und unsere Kenntnisse über diese Epoche um eine Analyse konkreter theatraler Verkörperungen und Inszenierungen von Weiblichkeit erweitern. Die Arbeit ist anschaulich und in einer gut lesbaren Sprache ohne störenden Jargon verfasst." (Doris Kolesch, H-Soz-u-Kult, 23.04.2007)

Sarah Bernhardt – als ‚Königin des Theaters’ gepriesen, als das ‚heilige Monster’ gefürchtet, als ‚Reklamegeier’ verschrien – war eine weltweit gefeierte Schauspielerin und einer der ersten internationalen Stars. Am Ende des 19. Jahrhunderts verkörperte die französische Aktrice zeitgenössische Imaginationen von Weiblichkeit, wie die moderne Frau, die tugendhafte Kurtisane und die männermordende Femme Fatale. An ihrem Image als Star und im Diskurs über die Starfigur Sarah Bernhardt wurden maßgebliche gesellschaftliche Entwicklungen des Fin de siècle, insbesondere die Brüche und die Veränderungen in der Wahrnehmung von Geschlecht, diskutiert.
Am Beispiel ihrer Selbstaussagen zur Schauspielkunst, ihrer Theateraufführungen und Rollendarstellungen, aber auch anhand der Rezeption der Schauspielerin in ihrer Zeit werden in der vorliegenden Publikation die Inszenierungen von Weiblichkeit und die Konstruktion von Geschlecht im Fin de siècle aufgezeigt.

„Claudia Thorun hat mit ihrer Arbeit einen profunden Beitrag in einem innovativen Forschungsfeld geleistet. Mit ihrem interdisziplinären Ansatz bringt sie sowohl für die Theaterwissenschaft wie für die kulturwissenschaftlich orientierte Genderforschung, aber vor allem für die Theatergeschichtsschreibung neue Erkenntnisse und Orientierungen.“
(Prof. Dr. Ingrid Hentschel, Bielefeld)