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Gesa Singer
Bernhard Joseph Docen (1782-1828) und sein Beitrag zur frühen Germanistik
Eine biographisch orientierte wissenschaftsgeschichtliche Untersuchung.

2010, 434 S., Kartoniert
Reihe: Germanistische Texte und Studien, 86
ISBN: 978-3-487-14497-9
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Beschreibung
Fachgebiete

"Durch die Verbindung biographischer und wissenschaftsgeschichtlicher Aspekte zur Mediävistik in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts gelingt es Singer, einen bislang zu wenig beachteten und bekannten Vertreter des sich entwickelnden Faches in ein gerechteres Licht zu rücken." (Edgar Papp, Jahrbuch für internationale Germanistik 2012)

Der Germanist Bernhard Joseph Docen (1782–1828) arbeitete als Kustos an der Königlichen Hof- und Staatsbibliothek in München und erwarb sich besondere Verdienste in der Sichtung und Publikation alter Handschriften und Bücher. Obwohl er in brieflichem und persönlichem Austausch mit namhaften Gelehrten, Schriftstellern und Verlegern seiner Zeit stand, ist Docen selbst in Fachkreisen heute weitgehend unbekannt.
Die vorliegende Studie ist die erste umfassende biographisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk Docens, dessen Beitrag zur Etablierung des Faches Germanistik auch anhand von neueren Archivfunden nachgewiesen wird. Dabei geraten die zur Herausbildung der Disziplin entscheidenden Sozialfaktoren und Kommunikationsweisen in den Blick, die Docens problematische Stellung im Kreise namhafter Fachbegründer wie Jacob und Wilhelm Grimm, Karl Lachmann oder Friedrich Heinrich von der Hagen begründete und welche die Widrigkeiten seines Forscherlebens prägten. Docens vielfältige Entdeckungen und Beiträge zur Deutschen Philologie (z.B. zum Minne- und Meistersang, insbesondere zu Wolfram von Eschenbach) werden im Spannungsfeld ihrer Entstehung und Rezeption erörtert. Ein umfassendes Verzeichnis von Docens Werken ergänzt die Untersuchung.