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Manfred Hellmann (Hrsg.); Marianne Schröder (Hrsg.)
Sprache und Kommunikation in Deutschland Ost und West
Ein Reader zu fünfzig Jahren Forschung.
Unter Mitarbeit von Ulla Fix.
Mit einem Geleitwort von Wolfgang Thierse.

2008, 638 S.
Reihe: Germanistische Linguistik, 192-194
ISBN: 978-3-487-13607-3
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Beschreibung
Fachgebiete

"Die Lektüre ist für jeden Germanisten mit Interesse an der jüngeren Geschichte seines Fachs (und nicht nur an der Ost-West-Forschung) überaus aufschlussreich und erhellend (…) Damit sei das Buch nicht zuletzt auch für Zwecke der Lehre in Schule und Hochschule nachdrücklich empfohlen." (Kersten Sven Roth, Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik LXXVIII. Jahrgang, Heft 2/2011)

"Mit seinen 33 sorgfältig edierten Beiträgen aus der Zeit von 1953 bis 2006 gibt der Sammelband einen wissenschaftsgeschichtlich fundierten Überblick über die linguistische und kommunikationswissenschaftliche Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache und ihrem Gebrauch in Ost und West (…) Ausgestattet mit einer instruktiven Einleitung zu Gegenstand, Auswahlkriterien und Ziel des Bandes, mit einer Bibliografie der Beiträge und weiterführenden bibliografischen Hinweisen sowie mit informativen rezeptionserleichternden Kurzkommentaren zu allen Beiträgen, stellt das Werk ein vorzügliches, originelles und repräsentatives Handbuch zur Ost-West-Kommunikation im geteilten und wiedervereinigten Deutschland dar." (Irmhild Barz, Germanistik 49/2008)

"Das Problem, eine repräsentative Auswahl treffen zu müssen, wurde - um es in einem Satz zu sagen - meisterlich gelöst." (Michael Hoffmann, Deutsche Sprache 2-3/2009)

Im Erscheinungsjahr dieses Dreifachbandes liegen mehr als fünfzig Jahre der Forschung zum Thema „Deutsche Sprache in Ost und West“ hinter uns. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat die Forschung einen Stand erreicht, der einen Überblick und Rückblick möglich und zugleich wünschenswert macht. Einerseits haben Themenkomplexe aus den Jahrzehnten vor der Wende einen gewissen Abschluss erreicht, was ihre unmittelbare Aktualität betrifft. Andererseits erscheint es nützlich, die zum Teil schon lange zurückliegenden und manchmal schwer erreichbaren Beiträge in repräsentativer Auswahl zusammenfassend zu präsentieren, um auch der nachwachsenden Generation die Weiterarbeit am Thema zu erleichtern.
Der Band enthält folgende Beiträge:
Walter RICHTER: Zur Entwicklung der deutschen Sprache in der sowjetischen Besatzungszone (1953) • Franz Carl WEISKOPF: „Ostdeutsch“ und „Westdeutsch“ oder Über die Gefahr der Sprachentfremdung (1955/1960) • Gustav KORLÉN: Zur Entwicklung der deutschen Sprache diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs (1959/1964) • Hugo MOSER: Die Sprache im geteilten Deutschland (1961) • Werner Betz: Zwei Sprachen in Deutschland? (1962) • Erasmus SCHÖFER: Die Sprache im Dienst des modernen Staates (1963) • Karl-Heinz IHLENBURG (1964): Entwicklungstendenzen des Wortschatzes in beiden deutschen Staaten (1964) • Hans-Joachim GERNETZ: Zum Problem der Differenzierung der deutschen Sprache in beiden deutschen Staaten (1967) • Walther DIECKMANN: Kritische Bemerkungen zum sprachlichen Ost-West-Problem (1967) • Wilhelm SCHMIDT: Zur Ideologiegebundenheit der politischen Lexik (1969) • Wilhelm SCHMIDT: Thesen zu dem Thema „Sprache und Nation“ (1972) • Manfred W. HELLMANN: Sprache zwischen Ost und West – Überlegungen zur Wortschatzdifferenzierung zwischen BRD und DDR und ihren Folgen (1978) • Wolfgang FLEISCHER: Die deutsche Sprache in der DDR. Grundsätzliche Überlegungen zur Sprachsituation (1983) • Rudolf ZELLWEGER (Red.): Podiumsdiskussion (1986) • Christa WOLF: Rede auf dem Alexanderplatz, 9. November 1989 (1989/90) • Claudia FRAAS/Kathrin STEYER: Sprache der Wende – Wende der Sprache? Beharrungsvermögen und Dynamik von Strukturen im öffentlichen Sprachgebrauch (1992) • Horst Dieter SCHLOSSER: Die ins Leere befreite Sprache. Wende-Texte zwischen Euphorie und bundesdeutscher Wirklichkeit (1993) • Ulla FIX: Medientexte diesseits und jenseits der „Wende“. Das Beispiel ‚Leserbrief? (1993) • Peter VON POLENZ: Die Sprachrevolte in der DDR im Herbst 1989. Ein Forschungsbericht nach drei Jahren vereinter germanistischer Linguistik (1993) • Michael G. CLYNE: German in divided and unified Germany (1995) • Dieter HERBERG: Beitritt, Anschluß oder was? Heteronominativität in Texten der Wendezeit (1997) • Hans-Werner EROMS: Sprachliche „Befindlichkeiten“ der Deutschen in Ost und West (1997) • Marianne SCHRÖDER: Falsche Freunde im jüngeren Deutsch (1997) • Ulla FIX: Die Sicht der Betroffenen. Beobachtungen zum Kommunikationswandel in den neuen Bundesländern (1997) • Gerd ANTOS/Thomas SCHUBERT: Unterschiede in kommunikativen Mustern zwischen Ost und West (1997) • Ursula BREDEL/ Jeanette DITTMAR: Strukturelle Planbrüche als Hinweise auf Registerkonflikte im Sprachgebrauch von Ostberlinern nach der Wende (1997) • Manfred W. HELLMANN (1997): Sprach- und Kommunikationsprobleme in Deutschland Ost und West (1997) • Klaus Dieter LUDWIG: Wörterbücher als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen (1998) • Horst Dieter SCHLOSSER: Aktualisierendes Nachwort zu „Die deutsche Sprache in der DDR“ (1999) • Heiko HAUSENDORF: Ost- und Westzugehörigkeit als soziale Kategorien im wiedervereinigten Deutschland (2000) • Patrick STEVENSON: Das Deutsche vor der Wende aus der Außensicht oder La Questione della Lingua im Nachkriegsdeutschland (2001) • Ruth REIHER: „Sozialistisch arbeiten, lernen und leben“. Alltagssprache in der DDR (2004) • Heinz KREUTZ: Wendeforschung und Sprachforschung aus der Außenperspektive (2006)