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Sebastian Panwitz
Die Gesellschaft der Freunde 1792-1935
Berliner Juden zwischen Aufklärung und Hochfinanz.

2007, 336 S., mit 13 Abb. und 5 Farbtafeln., Leinen mit Schutzumschlag
Reihe: Haskala – Wissenschaftliche Abhandlungen, 34
ISBN: 978-3-487-13346-1
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Beschreibung
Fachgebiete

"Sebastian Panwitz hat sich mit wissenschaftlicher Akribie und Ausdauer einem bisher unerforschten Thema gewidmet, obwohl de Quellenlage dazu teilweise problematisch und lückenhaft ist. Die Geschichte dieser Gesellschaft beinhaltet zeitweise gesellschaftspolitisch Brisantes - ja, Bewegendes, dennoch schreibt Panwitz sachlich und sprachlich wohl abgewogen darüber, versagt sich Anschuldigungen und Spekulationen. Schon seine Gliederung überzeugt durch ihre durchdachte Systematik." (Beate-Carola Padtberg)

"Panwitz's book opens up new vistas. In addition to ist own accomplishments, this well-written work will advance future research." (Sonja Mekel, in: H-Net Review, April 2009)

Die Gesellschaft der Freunde wurde 1792 als eine Interessensvertretung junger Aufklärer gegründet. Wie keine andere Organisation spiegelte sie die Entwicklung der Berliner Judenschaft vom „Ausbruch aus dem Ghetto“ im späten 18. Jahrhundert bis zur Zerstörung durch die Nationalsozialisten wider. Nach den napoleonischen Kriegen etablierte sich der Verein mit seinem großen Haus nahe dem Alexanderplatz als das eigentliche Kulturzentrum des gesamten Berliner Judentums. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Gesellschaft der Freunde zu einem inoffiziellen Zentrum der Inhaber und Manager der Berliner führenden Banken, Unternehmen, Handelshäuser und Medienkonzerne: die Mendelssohns, Liebermanns, Rathenaus, Ullsteins, Mosses – sie alle gehörten zu den Freunden, wie sich die Vereinsmitglieder untereinander nannten.
Den Nationalsozialisten erschien diese Organisation zu gefährlich, 1935 erfolgte das Verbot. Ein Restitutionsversuch in den 1950er Jahren scheiterte an den internationalen jüdischen Großverbänden, die einem Wiederaufbau jüdischen Lebens in Deutschland feindlich gegenüberstanden.
Dem Historiker Sebastian Panwitz gelingt es, mit diesem Buch auf exemplarische Weise eine vergessene Organisation zurück an ihren ursprünglichen Platz zu führen: ins Zentrum der Berliner Geschichte.