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Margit Schad
Rabbiner Michael Sachs. Judentum als höhere Lebensanschauung

2007, 463 S., mit 1 s/w-Frontispiz, Leinen mit Schutzumschlag
Reihe: Netiva - Wege deutsch-jüdischer Geschichte, 7
ISBN: 978-3-487-13415-4
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Beschreibung
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"Insgesamt handelt es sich um eine höchst interessante, sehr solide und überdies angenehm zu lesende Studie. Schad hat einen wichtigen Forschungsbeitrag vorgelegt, und zwar sowohl für die biographische Fragestellung im engeren Sinne wie auch für die bisher so sehr im Dunkeln gebliebene 'mittlere' Richtung im deutschsprachigen Judentum des 19. Jahrhunderts zwischen Reformbewegung und Neoorthodoxie." (Matthias Wolfes, Das historisch-politische Buch, 57 Jg, Heft 4/2009)

Michael Sachs (1808-1864) ist die vielseitigste und interessanteste religiöse Persönlichkeit des deutschen Judentums in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Er war Rabbiner und Prediger in Prag und Berlin, Gelehrter und Übersetzer. Seine Übertragungen von Bibel und Gebeten sind klassisch und noch heute in Gebrauch. Hochgebildet, charismatisch, anspruchsvoll und scharfe Polemik nicht scheuend, suchte er nach einer Alternative zu Reformbewegung und Orthodoxie, einem ‚Judentum der Mitte', das die Einheit des Judentums wahrte und den epochalen Herausforderungen von Emanzipation und Assimilation, von Revolution und Reaktion, von Atheismus und Antisemitismus gewachsen war. Selbst polemisch umkämpft und historisch ‚gescheitert', sind nur Klischees von ihm in Erinnerung geblieben: schwärmerischer Romantiker, erbaulicher Kanzelredner, nicht erst zu nehmender Ästhet.
Die Autorin schließt nun diese Forschungslücke, indem sie neben der Herausarbeitung der biographischen Entwicklungslinien, den Rabbiner mit seinen Positionen zu Beschneidung, Mischehe, Gottesdienstreform und Schulwesen, den Prediger und die vernachlässigte deutsch-jüdische Predigt, seine Quellen, Konzepte und Intentionen sowie schließlich den Gelehrten und Übersetzer in den Blick nimmt und sein Werk auf Bedeutung und Stellung in der Wissenschaft des Judentums untersucht. Im Mittelpunkt steht die jüdische Position: die Auffassung von Judentum als Leben, Lebensanschauung und Literatur mitsamt den Kontroversen der Zeit.