Programm
eBooks
Service
Über den Verlag


Carsten Dilba
Memoria Reginae – Das Memorialprogramm für Eleonore von Kastilien

2009, VI/600 S., mit 137 s/w und 25 farbigen Abb.
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 180
ISBN: 978-3-487-13943-2
Lieferbar!

78,00 EUR
(Preis inkl. Umsatzsteuer zzgl. Versandkosten)
Lieferzeit beträgt innerhalb Deutschlands bis zu 7 Arbeitstage / außerhalb Deutschlands bis zu 14 Arbeitstage


 

Beschreibung
Fachgebiete

"Dilbas Untersuchung über das Memorialprogramm für Eleonore von Kastilien beeindruckt durch die Materialfülle und Gründlichkeit der Analysen, die auf eine umfassende Auswertung der zu Verfügung stehenden Quellen fußen." (Sylvaine Hänsel, sehepunkte 10/2010)

"Die zentrale These, daß das Grabdenkmal für Eleonore von Kastilien den Anstoß für die weitere Gestaltung einer zentralen königlichen Grablege in Westminster Abbey gab und zudem als ein Reflex auf die Konkurrenzsituation zu der französischen Königsgrablege in Saint-Denis zu sehen ist, überzeugt völlig." (Olaf B. Rader, Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters, Bd. 68/2012)

In den zehn Jahren nach dem Tod der englischen Königin Eleonore von Kastilien (gest. 1290) wurde von ihrem Gemahl, Eduard I., eines der umfassendsten Memorialprogramme des Mittelalters initiiert. In beispielloser Weise erhielt die Verstorbene zwei mit bronzenen Liegefiguren geschmückte Grabmale für den Körper und die Eingeweide sowie eine goldene Herzurne. Ein Dutzend mit multiplen Figuren der Königin verzierte Bildstöcke markierten die Nachtlager ihres durch England führenden Leichenzuges.
Auf Grundlage der erhaltenen Rechnungslisten der Testamentsvollstrecker können die Monumente und ihr figürlicher Schmuck einzelnen Architekten, Bildhauern und Handwerkern zugewiesen werden. Eine Auswertung der Schriftquellen erlaubt genaue Aussagen zur Organisation der königlichen Bauadministration, zu Verwaltungsstrukturen und Dispositionsbefugnissen. Diese Studie weist somit überzeugend nach, dass Eduard I. dem französischen Königshaus und insbesondere den Monumentsetzungen für den 1270 verstorbenen Ludwig IX., den Heiligen, nacheiferte. Er tat dies nicht nur in den Memorialbauten für seine Gemahlin, sondern auch in der mit ihnen im Zusammenhang stehenden Initiierung einer familienbezogenen Grablege der Plantagenets in Westminster Abbey und im Funeralzeremoniell.