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Werner Suerbaum
Handbuch der illustrierten Vergil-Ausgaben 1502-1840
Geschichte, Typologie, Zyklen und kommentierter Katalog der Holzschnitte und Kupferstiche zur Aeneis in Alten Drucken. Mit besonderer Berücksichtigung der Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek München und ihrer Digitalisate von Bildern zu Werken des P. Vergilius Maro sowie mit Beilage von 2 DVDs.

2008, 684 S., mit 41 Abb., Paperback
Reihe: Bibliographien zur Klassischen Philologie, 3
ISBN: 978-3-487-13590-8
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Beschreibung
Fachgebiete

"Suerbaum legt mit seinem Handbuch ein unverzichtbares Instrumentarium für Klassische Philologen (und Kunsthistoriker) im allgemeinen und Vergil-Forscher, Bibliophile und Buchforscher im besonderen vor, das in keiner (Fach)bibliothek fehlen sollte." (Sonja Martina Schreiner)

"Das Werk dokumentiert eine langjährige intensive Vertrautheit und eine detailbewusste Auseinandersetzung mit der Tradition. Es ist kein Lesebuch - gleichwohl immer wieder eine Lesefreude, reich an Beobachtungen über den frühneuzeitlichen Umgang mit einem zentralen Text der europäischen Literatur- und Geistesgeschichte. Ein Grundlagenwerk, das in keiner Institutsbibliothek - sei sie philologisch, kunst- oder buchhistorisch ausgerichtet - fehlen sollte, das aber auch universitären wie schulischen Unterrichtsprojekten reiches Material an die Hand zu geben vermag." (Anja Wolkenhauer, Gymnasium, Band 117, Heft 2/2010)

In diesem „Handbuch der illustrierten Vergil-Ausgaben 1502-1840“ hat der Autor, ein bekannter Vergil-Experte und Bibliograph, mehr als 550 Editionen und Übersetzungen Vergils aus aller Welt, die mindestens einen Holzschnitt oder Kupferstich (dann meist als Frontispiz) enthalten, ermittelt und in einem ausführlichen Katalog (mit Rubriken wie Beschreibung, Würdigung, Abhängigkeiten, Bibliographie, Zugänglichkeit) vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Analyse der etwa 70 größeren Illustrations-Zyklen zur Aeneis, die in der Regel 12, in mehr als einem halben Dutzend Fällen (darunter die berühmte Ausgabe von Sebastian Brant, Straßburg 1502) aber auch zwischen 50 und 138 Bilder aufweisen. Für die meisten dieser Szenen- oder Titelbilder werden gedruckte Abbildungen oder, worauf der Schwerpunkt liegt, über das Internet erreichbare Digitalisate nachgewiesen. Die eigentliche Basis sind die eigens für dieses Werk angefertigten Digitalisate von Vergil-Illustrationen aus den reichen Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek München (BSB). Etwa 4000 solcher Bilder auf etwa 6000 digitalisierten Seiten sind auf den beiden beigefügten DVDs erstmals in kompakter Form zugänglich. Das durch mehrere Indizes (darunter einen Sujet-Katalog) bereicherte Werk zum „Vergilius pictus“ entwickelt Grundzüge einer Geschichte und Typologie der Vergil-Illustration und erschließt ein fast unbekanntes, aber wichtiges Feld der Vergil-Rezeption.

Der 1933 geborene Verfasser, emeritierter Ordinarius für Lateinische Philologie an der Universität München, ist nicht nur durch mehrere größere kommentierte Bibliographien zur römischen Literatur ausgewiesen - so zu Vergil 1980, zu Tacitus 1990, zu Ennius 2003 und zu Cato Censorius 2004 in den beiden ersten Bänden der vorliegenden Reihe, auch innerhalb des von ihm herausgegebenen und zum größeren Teil verfassten »Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, Band 1: Die archaische Literatur« von 2002 -, sondern auch durch mehr als zwei Dutzend wissenschaftlicher Publikationen zu P. Vergilius Maro (70– 19 v. Chr.), darunter eine Einführung in dessen Hauptwerk, die Aeneis (1999). Von seinem Interesse für die Rezeption Vergils in der Kunst zeugen mehrere Aufsätze und besonders seine fünf Beihefte zur Münchener Ausstellung »Vergil visuell« von 1998.