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Albrecht Huber
Philosophische Topographie Athens
Platons Akademie und der Kerameikos als Wiedererinnerung homerischer Mythophilosophie.

2008, 344 S., mit 32 Abb.
Reihe: Philosophische Texte und Studien, 98
ISBN: 978-3-487-13667-7
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Beschreibung
Fachgebiete

Philosophische Topographie Athens entdeckt den Gründungsgrund der Akademie und den Zielgedanken der platonischen Philosophie in der Topographie des Athener Kerameikos. Der Ausgangpunkt der Akademie und die dromologische Prozessbahn zur Agora wird neben der konvergierenden Heiligen Straße von Eleusis zu einer empirischen Führungsfigur zum Ziel dialektischer wie epoptischer Schau. Die platonische Idee lässt sich in der Realität der Topographie sinnlich nachvollziehen. Das Feld dieser Erkennbarkeit besitzt dabei in den mythophilosophischen Urkunden von Ilias und Odyssee ihr Urbild. Erstmals werden die homerischen Epen als ‚sinnliche Philosophie’ ermessen, als derjenige mythophilosophische Grund, dem die sokratisch-platonische Aufklärung, ihn anamne-tisch-begrifflich erneuernd, aufruht. Homer bzw. die homerische Institution selbst, deren erst-maliger Ausweis der alphabetischen Schrift mit dem Sinngehalt der mythographischen Epen zu-sammenfällt, fußen als in poiesis gemünzte Mysterienprozessualität auf dem noetos topos Mykene, dem genuinen Entstehungsgrund des Uralphabets. – Die alphabetische Schrift ist im ‚zeichnenden Zei-chen’ Mykenes verankert. Platonische Philosophie wird auf die angezielte „allerkürzeste Form“ dieses realsymbolischen Zeichens verpflichtet; sie ist ‚geschriebene Lehre’, da ihr ideeller Zielpunkt in den Dialogen beständig aufleuchtet. Epistemologisch wird der Wechsel von der Hermeneutik zur Apollonoetik vollzogen. In der Gattung der Abbreviatur erwachsen ‚plötzliche’ Durchsichten auf das Urbild und das Zielzentrum der Philosophie, daran wir unmittelbar und – durch Pläne und An-sichten gestützt – augenblicklich teilzuhaben vermögen.