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Johann Georg Zimmermann
Ueber die Einsamkeit
Mit einer Einleitung herausgegeben von Paul Heinemann. Beigebunden ist: Von der Einsamkeit. Vier Bände.

Leipzig 1773-1785 , Reprint: Hildesheim 2008, CXXXVIII/1986 S., Leinen
Reihe: Historia Scientiarum
ISBN: 978-3-487-13459-8
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Erster Theil. Beigebunden ist: Von der Einsamkeit. Leipzig 1773 und 1784. Reprint: Hildesheim 2009. Mit einer Einleitung herausgegeben von Paul Heinemann. XCVII/459 S. Leinen. ISBN 978-3-487-13460-4
Zweiter Theil. Leipzig 1784. Reprint: Hildesheim 2008. Mit einer Einleitung herausgegeben von Paul Heinemann. XLII/484 S. Leinen. ISBN 978-3-487-13461-1
Dritter Theil. Leipzig 1785. Reprint: Hildesheim 2008. Mit einer Einleitung herausgegeben von Paul Heinemann. XVI/474 S. Leinen. ISBN 978-3-487-13462-8
Vierter Theil. Leipzig 1785. Reprint: Hildesheim 2008. Mit einer Einleitung herausgegeben von Paul Heinemann. XXXIV/458 S. Leinen. ISBN 978-3-487-13463-5

Der im schweizerischen Brugg geborene Johann Georg Zimmermann (1728–1795) zählte zu den interessantesten Persönlichkeiten seiner Zeit. Nach dem Studium der Medizin bei Albrecht von Haller in Göttingen und einer viel beachteten Dissertation über die Reizbarkeit von Muskel- und Nervenfasern war Zimmermann zunächst Stadtphysikus in seiner Geburtsstadt. Im Jahre 1768 wurde er zum Hofrat und Leibarzt von Georg dem III., König von England, nach Hannover berufen. Seine Erfahrungen am Krankenbett Friedrichs des Großen in Potsdam verarbeitete er später in literarischer Form.
Zimmermann stand in Verkehr mit wichtigen Geistesgrößen seiner Zeit von Lavater über Wieland bis Goethe, von denen er als Gesprächspartner trotz seiner zuweilen eigenwilligen Ansichten geschätzt wurde.
Sein vierbändiges Hauptwerk „Über die Einsamkeit“ (1784/85) stieß sehr schnell überall in Europa auf großes Interesse und erlebte zahlreiche neue Auflagen und Nachdrucke. Die russische Zarin Katharina II. erhob ihn nicht zuletzt aufgrund dieser Publikation 1786 in den Ritterstand. In seinem bis heute unübertroffenen Kompendium setzt sich Zimmermann ausführlich mit den Vor- und Nachteilen sowie den verschiedenen Ausprägungen der Einsamkeit auseinander. Dabei wechseln sich medizinische und theologische Exkurse mit kulturgeschichtlichen Ausführungen und in der Selbstbeobachtung gewonnenen Erkenntnissen ab.
In jüngerer Zeit ist Zimmermanns Werk, insbesondere von der Melancholieforschung in der Philologie, Philosophie und Medizin, wiederentdeckt worden. Die vorliegende Neuausgabe wird ergänzt durch eine frühere Schrift Zimmermanns zum selben Thema, die die Keimzelle seines Hauptwerkes darstellt.