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Constanze Breuer
Werk neben dem Werk
Tagebuch und Autobiographie bei Robert Musil.

2009, VIII/358 S., Paperback
Reihe: Germanistische Texte und Studien, 82
ISBN: 978-3-487-13944-9
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Beschreibung
Fachgebiete

"(…) Vorbildlich klar in Diktion, Einzelanalyse, kritischer Selbsthinterfragung und Urteilskraft gelingt die Arbeit im Ganzen. Man ertappt sich bei dem Wunsch, die gesamte Musil-Forschung hätte sich einer solchen Klarheit und Deutlichkeit befleißigt." (Kai-Luehrs Kaiser, Germanistik, Bd. 50/2009, Heft 3-4)

"Die Dissertation von Constanze Breuer (…) bietet als erste umfassende Darstellung genaueren Einblick in dieses faszinierende Panorama von Musils Tagebüchern, die, wie Breuer bemerkt, bislang 'kaum gelesen' wurden." (Jörg Schuster, www.literaturkritik.de, 11/2009)

"Das große Verdienst des Buches von Breuer (…) ist die Konsequenz, mit der es das Thema 'Tagebuch' durch den Musil'schen Nachlass-Kontinent hindurch nachzeichnet. Es zeigt ein symbolisches Kapital der Gattung 'Tagebuch' an, das Musil - abseits allen formalen Experiments - nicht umgehen wollte und 'neben' oder auch: im Radius seines Romanprojekts produktiv zu machen suchte." (Arbo Dusini, Musil-Forum Bd. 32 - 2011/2012)

Das vorliegende Buch richtet einen neuen Blick auf das autobiographische Schreiben Robert Musils (1880–1942), dem innerhalb seines geistigen Schaffens besondere Bedeutung zukommt. Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Musils Umgang mit den Konzepten „Tagebuch“ und „Autobiographie“ konkret gestaltet. In seinen über 40 Jahre lang geführten Heften und in verschiedenen literarischen Entwürfen manifestiert sich in beständig probierender Aneignung und Verwerfung sein komplexes Verständnis dieser Gattungen. Durch die genaue Interpretation zahlreicher Textpassagen dieser von Adolf Frisé pragmatisch „Tagebücher“ benannten Hefte wird deutlich, wie sich in ihnen ein – freilich heterogenes, kaum als Ganzes sich erschließendes – Werk neben und mit dem „eigentlichen“ Werk entfaltet. Das Anliegen, die zum Ersten Weltkrieg führende Krise seiner Zeit zu verstehen und ihr literarisch Ausdruck zu verleihen, führt den Autor selbst in eine geistige Krise. Im mühseligen Ringen mit der übergroß erscheinenden Schaffensaufgabe entsteht in den Tagebüchern ein enger Zusammenhang mit der zeitlebens projektierten Autobiographie, mit dem Wunsch, in ihr Leben und Werk letztlich doch vereinen zu können.