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Rudolf Virchow
Sämtliche Werke
Abt. III - Anthropologie, Ethnologie, Urgeschichte Band 44: Beiträge zur physischen Anthropologie der Deutschen, mit besonderer Berücksichtigung der Friesen. Ueber die Methode der wissenschaftlichen Anthropologie. Die "Race prusienne". "Armand de Quatrefages". Ungedrucktes zu Rassenfragen. Bearbeitet von Christian Andree.

Erweiterte und verbesserte Ausgabe des Originals Berlin 1877 , Hildesheim 2008, CXXX/452 S., mit ausführlichem Sach-, Personen- sowie geographischem und Ortsnamen-Register., Leinen
ISBN: 978-3-487-13844-2
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Beschreibung
Fachgebiete

In dem vorliegenden Band sind mehrere Texte und ungedruckte Briefe versammelt, die sich mit „Rassenfragen“ beschäftigen, ein Thema, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer wissenschaftlichen Mode mit weitreichenden Folgen bis in unsere Zeit wurde. Rudolf Virchow hat sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Aber auch die populärwissenschaftliche, ungenaue Literatur blühte.
So veröffentlichte der französische Zoologe und vergleichende Anatom Armand de Quatrefages 1871 den Aufsatz „La race prussienne“, ein wirres und von wissenschaftlichen Unsauberkeiten nur so strotzendes Machwerk, dessen Quintessenz war: Bei den Preußen handele es sich der „Rasse“ nach eigentlich um dunkelhaarige Finnen, somit sei die „rassische“ Einheit der eigentlich blonden germanischen „Deutschen“ ein Irrtum.
Die Reaktion auf deutscher Gelehrtenseite war enorm. Rudolf Virchow, der sich mit Rassenfragen, Brachy- und Dolichocephalie schon seit längerem beschäftigt hatte, reagierte rasch und in mehreren Vorträgen, die das gefühlstriefende, unwissenschaftliche Pamphlet seines berühmten französischen Kollegen Schritt für Schritt entkräfteten. Weit über eine reine Widerlegung hinausgehend, untersuchte Virchow die alten und rezenten Germanen in seiner umfänglichsten gedruckten Studie zu diesem Thema, den hier nach über 130 Jahren erstmals wieder vorgelegten „Beiträgen zur physischen Anthropologie der Deutschen, mit besonderer Berücksichtigung der Friesen“.
Der Wert dieser Veröffentlichung wird durch eine forschungsgeschichtliche Einleitung des Herausgebers und die Erschließung durch umfangreiche Register (Sach-, Personen-, geographisches und Ortsnamen-Register) vermehrt.