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Gustav Jacobsthal
Übergänge und Umwege in der Musikgeschichte
Aus Straßburger Vorlesungen und Studien. Herausgegeben von Peter Sühring.

2010, 662 S., mit 16 farbigen Faksimiles (Faltkarten) und 6 s/w-Faksimiles., Hardcover
ISBN: 978-3-487-14215-9
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Beschreibung
Fachgebiete


"Es ist das Verdienst des Herausgebers, mit der vorliegenden profunden Edition eine Neubewertung Jacobsthals zu ermöglichen." (Dietmar Schenk, Forum Musikbibliothek, Heft 2/2011)

"Peter Sühring hat mit dieser Veröffentlichung eine schwer auf der Disziplin Musikwissenschaft lastende Schuld abgetragen. Denn obwohl Gustav Jacobsthal (1845-1912), der erste deutsche ordentliche Professor für Musikwissenschaft, den heutigen Stand der Forschung wesentlich vorgeprägt hat, (…) ging sein Wissen (…) 'unterwegs verloren'. (…) Denn es sind ja gerade die unbeantworteten Fragen, die uns Jacobsthal als Vermächtnis hinterließ. Knapp hundert Jahre nach seinem Tod wäre es an der Zeit, nach Antworten zu suchen. Die vorbildlich edierte umfangreiche Publikation bietet hierfür eine ideale Voraussetzung." (Ingeborg Allihn, Die Musikforschung/65. Jahrgang 2012, Heft 1)

Gustav Jacobsthal (1845-1912) vertrat 33 Jahre lang die Musikwissenschaft in Forschung und Lehre an der Universität Straßburg und er hinterließ für die Entwicklung des Faches bedeutsame Studien zur europäischen Musikgeschichte. Jacobsthals Nachlass ist in der Staatsbibliothek Berlin aufbewahrt. In der vorliegenden Publikation werden erstmals grössere Teile daraus veröffentlicht. Die Aufzeichnungen wurden vom Herausgeber diplomatisch transkribiert und mit Einleitungen und umfangreichen Erläuterungen versehen.
Die Dokumente bieten einige Überraschungen: Jacobsthals Studien zum Codex Montpellier waren weit über Ansätze hinaus gediehen und geben andere Lösungen für die Gestalt der frühen Motetten als vermutet. Seine Interpretationen der Vokalpolyphonie Palestrinas geben Einblicke, die über den Horizont der „Berliner Schule“ hinausgehen. An Monteverdis Oper L’Orfeo entdeckt Jacobsthal die neuartige Ariengestaltung und Instrumentenbehandlung. Er stellt die prägende Rolle von Emanuel Bachs „Württembergischen Sonaten“ für die frühe Quartettproduktion Haydns und Mozarts vor und enthüllt die epochale Bedeutung von Mozarts Oper Idomeneo für die Überwindung der opera seria.