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Julius H. Schoeps
Deutsch-Jüdische Geschichte durch drei Jahrhunderte. Ausgewählte Schriften in zehn Bänden
Band 06: David Friedländer. Freund und Schüler Moses Mendelssohns. Erstveröffentlichung.

2012. Herausgegeben vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien., 471 S., mit 27 Abb., Hardcover
ISBN: 978-3-487-13960-9
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Beschreibung
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"Wenn es sich nicht allein um ein lehrreiches, sondern auch um ein faszinierendes Buch handelt, dann liegt das an dem Schillernden, das den Protagonisten umgibt. Mit Zurechtweisungen arbeitet Schoeps nicht; auch hat er es nicht nötig, das Fragile von Friedländers Position dauernd zu betonen. Er urteilt aus der Warte des Historikers. In all dem erfüllt das Buch den höchsten Anspruch, den man an eine Biographie stellen kann: Das einzelne Leben leuchtet auf in Wollen und Sein, eingebettet in den zusammenhang von Zeit und Geschichte." (Matthias Wolfes, www.sehepunkte.de)

"Bei der Erforschung seiner Familiengeschichte hat Julius Schoeps enorm viel Material gesichtet und leserfreundlich aufbereitet. Seine Studie gewährt Einblicke in eine längst vergangene Epoche des deutschen Judentums, die zu kennen uns helfen kann, manche Probleme der Gegenwart besser zu verstehen." (Yizhak Ahren, Jüdische Allgemeine Nr. 20/12)

"Ein großer Verdienst von Schoeps ist es, aus dem Blickwinkel von David Friedländer die innerjüdische Aufklärung in den Blick genommen zu haben. Schoeps beschreibt die Gradwanderungen, die die Berliner Juden zwischen Assimilation und Apostasie gingen, innerjüdische Differenzen, die kaum aufzufangen waren (…) Schoeps macht deutlich: David Friedländer war mehr als nur ein 'Freund und Schüler Moses Mendelssohns'." (Michael F. Feldkamp, Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung 1/2013)

Am 11. März 2012 jährt sich zum 200. Male der Erlass des Preußischen Emanzipationsedikts für die Juden. Einer dessen Väter ist David Friedländer.
David Friedländer (1750-1834) gilt als geistiger Nachfolger seines Lehrers und Freundes Moses Mendelssohn und als großer Aufklärer und Organisator der Emanzipation der Juden in Preußen. Sein immenser Beitrag zu diesem Prozess war beispielsweise die Schaffung pädagogischer Reformen, die sich u.a. in der Gründung der jüdischen Freischule in Berlin 1778 äußerte, für die er Schulbücher schrieb und das hebräische Gebetbuch ins Deutsche übersetzte.
Die Bestrebungen David Friedländers, die jüdische Gemeinde in die preußische Umgebungsgesellschaft zu integrieren und das Rechtsverhältnis aller Bürger gleichzustellen, stieß nicht nur auf Zustimmung. Sein bis heute fehlinterpretierter Versuch einer Konvergenz zwischen Judentum und Christentum – die „Glaubensvereinigung“ von Juden und Christen –, brachte Friedländer sogar den Ruf eines Apostaten ein, der ein „Christentum ohne Christus“ (Friedrich Schleiermacher) propagiere.
Das Buch macht nicht nur das Wirken Friedländers, sondern auch einige bekannte Persönlichkeiten lebendig, so zählten Alexander und Wilhelm von Humboldt, Goethe oder auch Friedrich Nicolai zu seinem Bekannten- und Freundeskreis.



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11 March 2012 is the 200th anniversary of the Prussian Edict of Emancipation for the Jews. One of the fathers of this legislation was David Friedländer.
David Friedländer (1750-1854) is considered an intellectual successor of his teacher and friend Moses Mendelssohn and a great proponent of the Enlightenment and promoter of Jewish emancipation in Prussia. Among his many great contributions to this process were the educational reforms reflected in the foundation of the Jewish Free School in Berlin in 1778, for which he wrote textbooks and translated the Hebrew prayer-book into German.
This volume brings to life the work and influence of Friedländer and of other well-known figures of the time: Alexander and Wilhelm von Humboldt, Goethe, and Friedrich Nicolai were among his friends and acquaintances.