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Eduard Bertz
Philosophie des Fahrrads

Dresden und Leipzig 1900 , Erweiterte Neuausgabe Hildesheim 2012. Mit einem Nachwort herausgegeben von Wulfhard Stahl., 306 S., mit einigen Vignetten., Englische Broschur
Olms Presse
ISBN: 978-3-487-08497-8
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Beschreibung
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"Die Neuedition ist weit mehr als ein bloßer Reprint der Originalausgabe (…) Wulfhard Stahls Anmerkungen zum Text und sein umfangreiches, kommentiertes Namenregister, beides inklusive weiterführender Quellenangaben, betten Bertz' Buch in sein kulturgeschichtliches Umfeld ein." (Matthias Kielwein, Der Knochenschüttler, Heft 54/2012)

"Bei aller Materialfülle und allem Gedankenreichtum ist das zu besprechende Buch anschaulich, sehr gut lesbar, gespickt mit Zitaten und historischen Exkursen und gerade in seinen Anachronismen wunderbar politisch inkorrekt." (Jürgen Court, IFB, digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft)

"Ein Pionierstück der Sportliteratur". In: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 159, 11. Juli 2012.
© Neue Zürcher Zeitung (www.nzz.ch). Publikation mit ausdrücklicher Zustimmung der Neuen Zürcher Zeitung.

"Wulfhard Stahl hat Bertz' Philosophie und Vita so vorzüglich erschlossen und historisch grundiert, als ob es um das Ding aller Dinge, ja unser Ein-und-Alles ginge." (Badische Zeitung, 11. August 2012)

"After this attractive third edition of 'Philosophie des Fahrrads', to which Stahl has added several pages of valuable notes and a revised and enlarged Afterword, we look forward to the revival of other Bertzian titles." (Pierre Coustillas, Gissing Journal, October 2012)

Lange Zeit vergriffen, liegt jetzt ein Text wieder vor, der in Arbeiten zur vorletzten Jahrhundertwende, zum „Zeitalter der Nervosität“, immer wieder zitiert wird: die Philosophie des Fahrrads, 1900 erstmals erschienen und von Publikums- wie Fachzeitschriften ausführlich rezensiert. In ihr untersucht Eduard Bertz (1853-1931) das gesellschaftliche Umfeld, in dem das Fahrrad als erstes individuell nutzbares, massenproduziertes Verkehrsmittel so erfolgreich unter das Volk gebracht und von diesem gebraucht wurde.
In den zehn Kapiteln seiner kulturhistorisch orientierten Studie streift der Autor nur kurz die technischen Seiten des Fahrrads; umso intensiver widmet er sich u.a. dessen Bedeutung für die Emanzipation der Frau sowie medizinischen und verkehrsrechtlichen Aspekten des Radfahrens. Ein erzieherischer Geist, der die Zeitumstände (Industrialisierung, gesundheitlicher Niedergang der Bevölkerung) reflektiert, kennzeichnet das Buch, für das Bertz deutsche, englische, französische und US-amerikanische Veröffentlichungen heranzieht.
Der Anhang umfasst vier Aufsätze, die Bertz zwischen 1901 und 1903 über das Radfahren verfasste, sowie ein ausführliches Namenregister inkl. Quellenangaben und ein Nachwort, das den Autor vorstellt.

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Au titre littéral de « Philosophie du vélo », ce livre épuisé depuis longtemps, est à nouveau disponible. Il sert souvent de référence dans des travaux traitant de la période du tournant du XXème siècle, dite « l´ère de la nervosité », et est paru pour la première fois en 1900 ; il a en son temps suscité de nombreuses critiques dans les magazines grand public et la presse spécialisée. Eduard Bertz (1853-1931) y fait une étude sociologique autour de l´engouement que le vélo – moyen de locomotion individuel, fabriqué industriellement – a produit auprès de la population.
Au travers des dix chapitres de son étude à caractère historico-culturel, l’auteur n’aborde que brièvement les aspects techniques du vélo. Il préfère par contre s´attarder entre autres sur son importance joué dans l’émancipation de la femme ainsi que sur les aspects médicaux et de règlement de la circulation. Le livre décrit les conditions de vie d´une époque (industrialisation, état de santé de plus en plus précaire de la population). Bertz s´est inspiré de publications allemandes, anglaises, françaises et américaines.
L’annexe comprend quatre essais sur le vélo rédigés par Bertz entre 1901 et 1903, une bibliographie mentionnant les sources utilisées ainsi qu´une postface présentant un portrait de l’auteur.