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Lutz Felbick
Lorenz Christoph Mizler de Kolof
Schüler Bachs und pythagoreischer "Apostel der Wolffischen Philosophie".

2012, 596 S., mit 62 Abb., Englische Broschur
Reihe: Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig - Schriften, 5
ISBN: 978-3-487-14675-1
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Beschreibung
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"Wenn man sich zu Beginn der Lektüre gefragt hat, ob eine knapp 600 Seiten starke Mizler-Biographie wirklich notwendig ist, versteht man spätestens nach den einführenden Kapiteln, wie wichtig dieses Buch für unser Verständnis der Geistesgeschichte des mittleren 18. Jahrhunderts ist (…) ein hervorragend recherchiertes - und übrigens auch angenehm flüssig zu lesendes - neues Standardwerk." (Manuel Bärwald, Forum Musikbibliothek, 34. Jg., Heft 1/März 2013)

"Abgeschlossen wird die lesenswerte, materialreiche und kundige Arbeit durch eine geschickte Quellenauswahl, darunter in einem strukturellen Textvergleich der Arbeiten Wolffs und Mizlers, die deren Verwandschaft deutlich machen." (Birger Petersen, Die Musikforschung)

"So betreibt Felbicks Arbeit erstmals eine umfassende Korrektur des Bildes von Lorenz Mizler anhand der differenzierten Reflexion auf sein Rollenverständnis, seine Selbstzuschreibung und die Wahrnehmung seiner Person aus der Perspektive der Wolffianer, zu denen er sich zälte (…) Ihr Verdienst besteht neben der Urteilsdifferenzierung und der sorgfältigen Lektüre der Quellen darin, neue Themen für die Beurteilung von Mizlers Musikdenken ins Zentrum zu rücken." (Oliver Wiener, ZGMTH 11-2-2014)

"This study points beyond itself in so many ways that it has the potential to open a multitude of new lines of research." (Stephen A. Crist, Emory University, Music and Letters)

"Die gründliche Studie würdigt Mizler als Musiktheoretiker und kommunikativen Gelehrten, der die Grenzen getrennter Fachdisziplinen überschritt. Die Fülle des Materials und der Fragestellungen ist imponierend. Das Buch regt dazu an, einzelnen Aspekten, etwa Mizlers Sicht der Beziehungen von Musik und Gesundheit, weiter nachzugehen." (Michael Heymel, Forum Kirchenmusik 4.2014)

Der in der Bach-Forschung vielfach zitierte Lorenz Christoph Mizler (1711–1778) warf bislang eine Reihe von unbeantworteten Fragen auf. Die umfassende Studie entwirft nun erstmals ein Gesamtbild des Musikwissenschaftlers und Doktors der Philosophie und Medizin.

Als Initiator zahlreicher musikwissenschaftlicher Unternehmungen, vor allem mit seiner an der Philosophie Christian Wolffs orientierten
"Correspondierenden Societät der musicalischen Wissenschaften" wurde der Bach-Schüler weit über die Grenzen Leipzigs bekannt. Die Untersuchung orientiert sich an den von Mizler gewählten Selbstzuschreibungen „Pythagoras“ und „Apostel der Wolffischen Philosophie“. Mizlers Zeitschrift "Musikalische Bibliothek" und seine Schriften zur Musiktheorie sind zweifellos wichtige musikwissenschaftliche Quellen; jenseits dieser legte der Universalgelehrte, vor allem in seinem neuen Wirkungskreis in Polen ab 1743 weitere 150 Schriften vor. Da die Musik dem in den Adel erhobenen Mi(t)zler de Kolof selbst eher als Nebenwerk galt, rückt die zeitgenössische Philosophie der Aufklärung und deren konkrete Anwendung für den Königlich Polnischen Hofrath und Hofmedicus in den Vordergrund. In diesem Kontext wird beispielsweise seine Schrift zum Generalbass mit den Ausführungen zur sogenannten Oktavregel verständlich.
Eine gründliche Forschungsarbeit zu dem musikwissenschaftlichen Pionier aus der Zeit des Rationalismus, die seit langem Desiderat war.