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Cord Meckseper
Das Piano nobile
Eine abendländische Raumkategorie.

2012, 400 S., mit 60 Abb., Hardcover
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 194
ISBN: 978-3-487-14742-0
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Beschreibung
Fachgebiete

"Ein zentral bedeutsames Thema, eine extrem aufwendige und interdisziplinäre Materialsammlung, die erstmalige Datierung eines architekturgeschichtlich wichtigen Phänomens - mehr kann von einem Buch zu derartigen Themen kaum verlangt werden." (Thomas Biller, Die Pfalz. Wimpfen und der Burgenbau in Südwestdeutschland - Forschungen zu Burgen und Schössern 15/2013)

"Für Forschungen zu diesen und weiteren Themen erstellt Mecksepers Studie einen wichtigen Einstieg in die Thematik. Bedeutsam für diesen ist Mecksepers stets kritische Analyse von Quellen, Befunden und Literatur. Hervorzuheben ist dabei sein souveräner Umgang mit archäologischen und philologischen Techniken und Quellen (…) Das Problem des schier unendlichen Materials ist ferner zugleich auch die Stärke der Studie. Nur durch den epochenübergreifenden Ansatz erhält der Leser eine Gesamtübersicht. Zusammenfassend betrachtet liefert Meckseper einen spannenden Diskussionsbeitrag zum Selbstverständnis der Architektur und zur Raumorganisation sowie ein Kompendium zum Denkmälerbestand repräsentativer Handlungen dienender Raumebenen." (Cordula Mauß, sehepunkte 13/2013, Nr. 12 /15.12.2013, URL: http://www.sehepunkte.de/2013/12/22002.html)

"Meckseper widmet sich mit bravouröser Genauigkeit in Quelleninterpretation und Architekturanalyse dem schier unüberschaubaren Material. (…) Wenn (…) Mecksepers Buch methodisch begründet, warum wir uns nicht mit einer empirischen Zusammenstellung begnügen sollten und als historische Zusammenstellung der Entwicklung der repräsentativen Profanarchitektur neue Ergebnisse vorschlägt, so hat das Buch seinen Zweck erfüllt. Es wird die Forschung sicher weiter herausfordern und bildet einen bedeutenden Meilenstein in der Architekturgeschichtsschreibung." (Gottfried Kerscher, Journal für Kunstgeschichte 17, 2013, Heft 1)

In der vorliegenden Studie wird erstmals eine umfassende Geschichte des Piano nobile vorgelegt. Dabei handelt es sich um die im profanen Repräsentationsbau regelhaft im ersten Obergeschoss gelegene Ebene, die auch Beletage genannt wurde. Ihre Grundfunktion war und ist es, Repräsentation von Macht zu ermöglichen, ohne gesellschaftliche Differenz als Gegensatz zwischen „Oben und Unten“ auszuspielen.

Die antiken Kulturen kannten das Piano nobile nicht, es wurde erst im Mittelalter in seiner bis heute wirkungsmächtigen Form ausgeprägt. Dieser für die Genese von Gebäudetypen exemplarische Vorgang wird genauer untersucht. Im Vordergrund steht dabei die Frage, inwieweit er in einer speziellen Geschichtskonstellation begründet war und auf welche Weise in ihm vertikalhierarchische Wertvorstellungen und letztlich anthropologische Grundgegebenheiten zum Ausdruck kamen. Indem es zentrale gebäudetypologische Begrifflichkeiten in den Blick nimmt, entwickelt sich dieses Buch en passant zu einer konzisen Einführung in die abendländische Architekturgeschichte.

Cord Meckseper (*1934), 1973–74 Professor für „Geschichte, Theorie und Kritik der Architektur“ an der Staatl. Hochschule für Bildende Künste Berlin; 1974–99 ordentlicher Professor für „Bau- und Kunstgeschichte“ an der Universität Hannover. 1986–94 Erster Vorsitzender der Koldewey-Gesellschaft; 1989–95 Vizepräsident der Deutschen Burgenvereinigung.