Programm
eBooks
Service
Über den Verlag


Lothar Pikulik
Thomas Mann und der Faschismus
Wahrnehmung - Erkenntnisinteresse - Widerstand.

2013, 208 S.
Reihe: Germanistische Texte und Studien, 90
ISBN: 978-3-487-14859-5
Lieferbar!

29,80 EUR
(Preis inkl. Umsatzsteuer zzgl. Versandkosten)
Lieferzeit beträgt innerhalb Deutschlands bis zu 7 Arbeitstage / außerhalb Deutschlands bis zu 14 Arbeitstage


 

Beschreibung
Fachgebiete

Pikulik ist "eine lesenswerte und gut fundierte Studie zu Mann und dem Faschismus geglückt. Eine Studie, die auch den Blick schärft für das, was Thomas Mann in sich selber fand: die Neigung zu einer protestantischen Innerlichkeit, die sich als unpolitisch versteht und in der Musik ihre Erfüllung findet; ein Individualismus, der sich gegen die Ideale der Französischen Revolution richtet, und eine Sympathie mit dem 'Dunkel-Abgründigen'." (Jerker Spits, www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=17849)

"In ihrer Übersichtlichkeit und Geschlossenheit (…) ist Pikuliks Studie ein sehr erwünschter Beitrag zu diesem wichtigen Gegenstand." (Matthias Wolfes, Das Historisch-Politische Buch, 62. Jahrgang, Heft 5/2014)

Thomas Manns Auseinandersetzung mit dem Faschismus im Allgemeinen und dem Nationalsozialismus im Besonderen beruht sowohl auf zeitgeschichtlicher Erfahrung wie auf psychologisch durchschauender Erkenntnis und führt bei ihm zu entschiedenem Widerstand. Er nimmt frühzeitig wahr, wie die Barbarei der neuen, aber regressiven Bewegung deutsche Kultur und Gesittung verhunzt, erkennt aber andererseits, dass das Unheil in der dezidiert unpolitischen Mentalität und Geistesgeschichte der Deutschen wurzelt. Sich selber zu seinem Deutschtum bekennend, empfindet er sich freilich mitverantwortlich für die nationale Katastrophe. Sein Widerstand erwächst mithin ebenso aus gewissenhafter Selbstprüfung wie aus Abscheu und Hass. Gegen die Identifizierung des Nationalsozialismus mit Deutschland sträubt er sich zunächst, ohne doch zuletzt die Unterscheidung zwischen beiden Seiten aufrechterhalten zu können.
Gegenstand seiner Kritik sind besonders die vielen deutschen Intellektuellen, die der faschistischen Ideologie verfielen und denen er „Selbstverrat des Geistes“ zugunsten eines als rauschhaft verstandenen Lebens vorwirft. Die Gründe hierfür fand er allerdings auch in sich selbst.
Der Studie liegt das Gesamtwerk Thomas Manns zugrunde: erzählende Dichtungen, Essays, Briefe, Tagebücher.