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Manfred Overesch
Gott, die Liebe und der Galgen
Helmuth J. und Freya von Moltke in ihren letzten Gesprächen 1944/45. Ein Essay.

Hildesheim 2015, 160 S., mit 6 Dokumenten., Ebook
Reihe: Lebensberichte – Zeitgeschichte
E-Book
ISBN: 978-3-487-42123-0
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12,99 EUR
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Buch
978-3-487-08552-4
 

Beschreibung
Fachgebiete

"Dieses "ungewöhnliche, höchst lesenswerte und bewegende Buch" Overeschs "ist nicht nur zum besseren Verständnis der bewegenden letzten brieflichen Gespräche von James und Freya von Moltke von Bedeutung, es ist auch eine profunde historische Darstellung des unheilvollen Wirkens von Roland Freisler und seines 'Nachrichters' Willy Röttger, dessen Name es eigentlich nicht verdient, überliefert zu werden, der aber das Bild des Volksgerichtshofes erst vervollständigt." (Klaus Finkelnburg, Berliner Geschichte April 2015)

"(I)n ihrer Knappheit und sprachlichen Flüssigkeit eine gut lesbare Hinführung zu einem der besonders bedrückenden und beeindruckenden Kapitel der deutschen Geschichte. Und der Versuch didaktischer Aufbereitung ist als solcher zu begrüßen, wenn die Weitergabe an die nächsten Generationen beabsichtigt ist." (Stephan Bitter, Jahrbuch für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes 65/2016)

Helmuth James von Moltke (1907–1945) war einer der bedeutendsten Widerstandskämpfer gegen Hitler und den Nationalsozialismus. Als Initiator des „Kreisauer Kreises“ und verantwortungsbewusster Vordenker der Demokratie war er maßgeblich an den Plänen zur Neuordnung der Gesellschaft beteiligt. Im Januar 1944 durch die Gestapo verhaftet, verbrachte Moltke die letzten Lebensmonate bis zu seiner Ermordung im Gefängnis Berlin-Tegel. Von dort wechselte er mit seiner Frau Freya viele hundert Briefe, die ihn als einen tief im christlichen Glauben verwurzelten Menschen und – mehr als alles andere – als großen Liebenden zeigen. Der erst vor wenigen Jahren veröffentlichte Briefwechsel wird in diesem Buch zum ersten Mal subtil im historischen Kontext interpretiert.

In den Blick geraten dabei zwei Gegenspieler Moltkes: Roland Freisler, der berüchtigte Präsident des sogenannten Volksgerichtshofes, dessen erniedrigende Prozessführung auch Moltke zu spüren bekam, und Willi Röttger, der Henker von Plötzensee, der mit erschreckender Kaltblütigkeit seinem Geschäft nachging. Zu beiden werden neue, in Archiven gewonnene Erkenntnisse vorgestellt.