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Hermann Krüssel
Napoleo Latinitate vestitus
Napoleon Bonaparte in lateinischen Dichtungen vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Band II: Von der Rheinreise und Kaiserkrönung bis zum Preußenfeldzug (1804-1806).

2015, XIV/736 S., mit mehreren Abb., Hardcover
Reihe: Noctes Neolatinae, 25
ISBN: 978-3-487-15277-6
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Beschreibung
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Napoleon Bonaparte gehört bekanntlich dank einer Fülle nationalsprachlicher Schriften zu den am meisten beschriebenen Persönlichkeiten der Neuzeit. Dagegen ist heute fast völlig unbekannt, dass sein Leben und öffentliches Wirken von Zeitgenossen auch in zahlreichen lateinischen Gedichten auf ganz unterschiedliche Weise begleitet wurden; die literarischen Gattungen dieser carmina Latina reichen von hymnischen Huldigungen bis zu heftigen Angriffen in invektivischer Form.
Der vorliegende zweite Band der Reihe "Napoleo Latinitate vestitus" umfasst in 65 Gedichten den Zeitraum von 1804 bis 1806/07: Napoleons Rheinreise mit der anschließenden Kaiserkrönung (1804), die Entwicklungen des folgenden Jahres (1805), die zur Schlacht bei Austerlitz führten, sowie Napoleons Verhältnis zu Preußen 1806/07. Vorangestellt ist als Nachtrag zum (2011 erschienenen) ersten Band eine Appendix mit 23 weiteren Gedichten aus der Zeit bis 1804. Dabei wird immer deutlicher, dass viele lateinische Dichter – teils in der allgemeinen Hoffnung auf ein Goldenes Zeitalter, teils nur von persönlichen Motiven geleitet – ihren Beitrag zur Propaganda für Napoleon leisteten.
Die lateinischen Gedichte, die Napoleons Rheinreise schildern, veranschaulichen die allgemeine Stimmung in Aachen, Köln, Frankenthal und Trier, und mit dem Erfolg in der Austerlitzschlacht erfuhr die Napoleonbegeisterung, wie sie die lateinischen Autoren als Mitglieder unterschiedlicher Berufsgruppen jeweils in kunstvollen Dichtungen auf höchstem literarischem Niveau zum Ausdruck brachten, sehr wirkungsvoll ihren Höhepunkt. So gehören neben Paul-Henri Marron, dem ersten Prediger der Reformierten Gemeinde in Paris, und Louis-François Cauchy, dem Generalsekretär des Senats in Paris, zu den huldigenden lateinischen Poeten der französische Ingenieur Louis-Antoine Beaunier, der Lehrer Pierre Crouzet, der Arzt Paul-Gabriel Le Preux, der Kanoniker Jean Woirhaye aus Frankreich, der Politiker Charles Clément Roemers aus den Niederlanden, der spätere Kardinal Placido Tadini aus Italien und Nicolas Barret aus Lyon, der als Chronist den Tagesablauf eines napoleonischen Festtages in seinen Einzelheiten beschrieb.
Außer der Edition der wiederentdeckten lateinischen Texte der Jahre 1804 bis 1807 (mit insgesamt über 5000 Versen) bietet die vorliegende Monographie jeweils eine metrische Übersetzung, eine Einleitung sowie einen philologischen und historischen Kommentar zum betreffenden Gedicht. Ein Register erschließt den Band.