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Marco Demichelis (Hrsg.)
Religious Violence, Political Ends
Nationalism, Citizenship and Radicalizations in the Middle East and Europe.

2018, 195 S., Paperback
Reihe: Religion and Civil Society, 8
ISBN: 978-3-487-15710-8
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Beschreibung
Fachgebiete

Politisch begründete religiöse Gewalt war und ist seit der Antike eine gängige Praxis: Die Gräueltaten des Römischen Reiches gegenüber frühchristlichen Gemeinschaften wurden schnell durch nicht minder aggressive Handlungen gegenüber nicht-christlichen Gläubigen ersetzt, denen abscheuliche und polytheistische Praktiken vorgeworfen wurden.
Mit dem Aufkommen der Moderne hat die Homogenisierung der religiösen Sphäre für politisch-ökonomische Zwecke, die Vernichtung jeder Form von Häresie und die Ausbreitung des Protestantismus, des Calvinismus und des Anglikanismus eine Umstrukturierung und Konzeptualisierung der westeuropäischen Staaten bewirkt, ganz nach der Devise „ein Königreich, mit einer Religion und einer Nation“.
Das Ende der Religionskriege (1648), die Westfälische Souveränität und der cuius regio, eius religio hatten Einfluss auf die Bildung des modernen Europa und anderer Regionen, der französisch-britische Kolonialismus zwang dabei dem gesamten Nahen Osten und der islamischen Welt das gleiche System auf.
Der vorliegende Band widmet sich der Untersuchung von interreligiöser Gewalt, religiösem Sektierertum und Islamophobie auf theoretischer Basis, verbunden mit dem „Kampf der Kulturen“ und dem „Religiösen Nationalismus“, als Ausdrücken präziser politischer Ziele, mit denen die Erhaltung der Fragmentierung und der kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten sowie das Schüren von Ängsten und Vorurteilen im Westen verfolgt werden.