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Ines Bugert
Qu'est-ce qu'un auteur maghrébin?
Globale Autorschaft bei Kebir Ammi, Yasmina Khadra und Assia Djebar.

2019, 463 S., mit 24 z.T. farbigen Abb., Hardcover
Reihe: Passagen - Passages, 17
ISBN: 978-3-487-15726-9
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978-3-487-42251-0
 

Beschreibung
Fachgebiete

Die vorliegende Studie entwirft ein vielschichtiges Modell zur Beschreibung von Autorschaft, das neben Autoren auch Verlage, Leser, Literaturwissenschaftler, Publizisten und andere Akteure des Literaturbetriebs als Instanzen der Autorkonstitution begreift. Am Beispiel nordafrikanischer und speziell mit Algerien verbundener Autoren wie Assia Djebar, Yasmina Khadra und Kebir Ammi analysiert sie das Spannungsverhältnis, in dem die Strategien der Selbst- und Fremdinszenierung stehen, die auf unterschiedlichen Pragmatiken beruhen. Khadra, Djebar und Ammi möchten als globale Autoren wahrgenommen werden und lösen sich bewusst von Klassifizierungen, die eine Lesart ihrer Werke als landeskundliche Dokumente identifizieren und den literarischen Wert ihrer Werke verkürzen. Im öffentlich-publizistischen Diskurs werden sie jedoch mit Etiketten versehen, die zwar verkaufsfördernd wirken, ihren individuellen literarischen Strategien allerdings nicht gerecht werden. Das hier entworfene Modell, das Anschluss an Untersuchungen zu anderen Autoren und Literaturen bietet, versteht Autorschaft als dynamischen Aushandlungsprozess. So reagieren die genannten Autoren in ihren autobiographisch geprägten Werken und öffentlichen Stellungnahmen immer wieder auf jenes Autorbild, das von den Instanzen des Literaturbetriebs geformt wird.