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Georg Friedrich Meier
Gedancken von dem Einfluße der göttlichen Vorsehung in die freyen Handlungen der Menschen
Herausgegeben von Alexander Aichele.

Halle 1763 , Reprint: Hildesheim 2020. Mit einer Einleitung von Alexander Aichele, 228 S., Leinen
Reihe: Christian Wolff, Gesammelte Werke, III. Abt.: MATERIALIEN UND DOKUMENTE, 161
ISBN: 978-3-487-15885-3
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Beschreibung
Fachgebiete

Bereits in der deutschen Aufklärung, zumal in Halle, stritten sich Deterministen, Kompatibilisten und Libertarier um die menschliche Willensfreiheit. Der orthodoxe Wolffianismus nahm dabei auf der Basis einer durchaus bezweifelbaren und recht schlichten Leibniz-Interpretation eine Position ein, die man heutzutage wohl ‚kompatibilistisch‘ nennen würde. Sie lässt sich vereinfacht so formulieren: Zwar können wir wissen, dass wir zu den Handlungen, die wir vollziehen, determiniert sind, aber wir können nicht im Voraus wissen, welche Handlungen das sind. Deswegen bleibt uns gar nichts anderes übrig, als so zu ‚entscheiden‘ und zu ‚handeln‘, als wären wir nicht determiniert, sondern frei. Diese Art von epistemischem Kompatibilismus (avant la lettre) versucht Georg Friedrich Meier (1718–1777) in seinen "Gedancken von dem Einfluße der göttlichen Vorsehung in die freyen Handlungen der Menschen" zu begründen. Dabei zeigt sich allerdings vor allem der prinzipielle Determinismus dieses Modells.