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Ferdinand Christian Baur
Die christliche Lehre von der Versöhnung in ihrer geschichtlichen Entwicklung von der ältesten Zeit bis auf die neueste
Band 1: Erste Periode. Von der ältesten Zeit bis zur Reformation

Tübingen 1838 , Reprint: Hildesheim 2004, XX/282 S., Leinen
Reihe: Bewahrte Kultur
ISBN: 978-3-487-12058-4
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Beschreibung
Fachgebiete

Ferdinand Christian Baur (1792-1860), das Haupt der Jüngeren
Tübinger Schule, hat die konsequent historische
Geschichtsbetrachtung in die Theologie eingeführt und damit
Grundlagen geschaffen, hinter die eine wissenschaftlich arbeitende
Historische Theologie heute nicht mehr zurückgehen kann. In seinen beiden großen dogmengeschichtlichen Monographien hat er erstmals
die bisher übliche Darstellungsweise überwunden, die sich aus Mangel an übergreifenden Gesichtspunkten mit der Sammlung und
Aneinanderreihung der vielfältigen Materialien begnügt hatte. Baur wandte sich gegen eine solche "atomisierende" Darbietung des
Stoffes, aber auch gegen die von der Aufklärung eingeführte pragmatische Betrachtungsweise. Er ging von der Voraussetzung aus,
die Geschichte sei "nicht bloß ein zufälliges Aggregat, sondern ein zusammenhängendes Ganzes", in dem er die Vernunft am Werke
sah. Dadurch gelang es ihm erstmals, die Entwicklung der Soteriologie wie die Geschichte der Trinitätslehre und Christologie als fortgehende geistige Prozesse darzustellen, in denen nicht nur zufällige dogmatische Positionen der Vergangenheit sichtbar wurden, sondern ein innerlich zusammenhängendes, auch für die Gegenwart wichtiges Ringen um Probleme. Für die dogmengeschichtliche Forschung ist Baurs Werk, trotz mancher Fortschritte im einzelnen, auch heute noch von grundsätzlicher Bedeutung.