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Pluralismus wider Willen - Stilistische Tendenzen in der Musik Vincent d'Indys
Herausgegeben von Manuela Schwartz und Stefan Keym.

Hildesheim 2002, 261 S.
Reihe: Musikwissenschaftliche Publikationen, 19
ISBN: 978-3-487-11722-5
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Beschreibung
Fachgebiete

"Stefan Keym rückt (...) mit großem Gewinn zwei buchstäbliche Randbereiche in den Mittelpunkt. (...)angenehm unparteiisch dokumentiert." (Die Musikforschung, Jg. 56, Heft 4)

Vincent d’Indy (1851–1931) galt zu Lebzeiten als einer der wichtigsten, aber auch umstrittendsten Vertreter der französischen Musik. Heute ist sein Name in Frankreich ebenso wie in Deutschland weitgehend vergessen. Diese Situation hängt eng mit dem sehr widersprüchlichen Bild zusammen, das d’Indy bei seinen vielfältigen Tätigkeiten als Komponist, Dirigent, Pädagoge und Kulturpolitiker vermittelte. In seiner Musik stehen konservative und moderne Züge, pathetische und heitere Momente oft unvermittelt nebeneinander. D’Indy knüpfte einerseits an die deutsche Musiktradition Beethovens und Wagners an; andererseits bemühte er sich um eine eigenständige nationale Musiksprache Frankreichs. Obwohl er die spätromantische, idealistisch-emphatische Musikanschauung des 19. Jahrhunderts verteidigte, trug er letztlich zum Durchruch des Neoklassizismus bei. Der aus diesen und weiteren Widersprüchen resultierende stilistische und geistige „Pluralismus wider Willen“ ist nicht nur auf
besondere Umstände der persönlichen Entwicklung d’Indys zurückzuführen, sondern auch durchaus charakteristisch für seine Zeit , die allgemein als eine Epoche des Übergangs gilt. In den Beiträgen des vorliegenden Sammelbandes werden verschiedene Aspekte von d’Indys Pluralismus ausgehend von einzelnen Gattungen (Charakterstück, Symphonische Dichtung, Sonatenform) und geistesgeschichtlichen Strömungen
(Regionalismus, Neoklassizismus) kritisch beleuchtet und in ihren Kontext gestellt.