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Markus Waldura
Von Rameau und Riepel zu Koch
Zum Zusammenhang zwischen theoretischem Ansatz, Kadenzlehre und Periodenbegriff in der Musiktheorie des 18. Jahrhunderts.

Hildesheim 2002, 654 S.
Reihe: Musikwissenschaftliche Publikationen, 21
ISBN: 978-3-487-11781-2
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Beschreibung
Fachgebiete

"Zweifellos ist Walduras Studie ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der Musiktheorie des 18. Jahrhunderts." (Felix Diergarten, ZGMTH 7/2, 2010)

Im 18. Jahrhundert formieren sich zentrale Konzepte des heutigen musikanalytischen Denkens: Jean-Philippe Rameau bereitet mit seinem Konzept der „Basse fondamentale“ der Harmonielehre den Weg. Deutsche Theoretiker, insbesondere Joseph Riepel und Heinrich Christoph Koch , legen den Grund zu einer musikalischen Formenlehre. Die vorliegende Studie arbeitet die historische Distanz dieser frühen Ansätze heraus. Rameaus „Basse fondamentale“ dient noch kaum der Darstellung tonaler Zusammenhänge. Hinter ihrer Konzeption verbirgt sich vielmehr der ehrgeizige Versuch, Theorie des Tonsystems und praktische Kompositionslehre in einem
rigoros durchmathematisierten System zusammenzuführen. Die deutschen Theoretiker der Studie – neben Riepel und Koch Friedrich Wilhelm Marpurg und Johann Philipp Kirnberger – vollziehen diesen Schritt nicht nach, sondern
halten an der traditionellen Trennung von musica theorica und musica practica fest. Dieser fundamentale Unterschied zwischen Rameau und seinen deutschen Rezipienten wurde von der Forschung bislang übersehen. Er hat weitreichende Konsequenzen für die analytischen Ansätze der untersuchten Theoretiker. Während Rameau auf der Suche nach Gesetzmäßigkeiten den Tonsatz radikal reduziert, systematisieren Riepel und Koch die Vielfalt individueller formaler Gestaltungen und gelangen dabei zu bemerkenswerten, heute vergessenen analytischen Einsichten.