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Reinhard Hiltscher
Der ontologische Gottesbeweis als kryptognoseologischer Traktat
Acht Vorlesungen mit Anhang zu einem systematischen Problem der Philosophie.

Hildesheim 2006, 316 S.
Reihe: Studien und Materialien zur Geschichte der Philosophie, 71
ISBN: 978-3-487-13078-1
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Beschreibung
Fachgebiete

"Mit der vorliegenden Monographie hat Reinhard Hiltscher nicht nur einen äußerst originellen Beitrag zur Interpretation der ontologischen Gottesbeweise Anselms, Descartes', Leibniz' und Kant geleistet, sondern in ebenso herausragender Manier eine scharfsinnige Analyse des gnoseologischen Problembestandes seit den Anfängen der Scholastik bis in die Debatten der jüngeren sog. Öffentlichkeit vorgelegt. Damit wird die kenntnisreiche Auslegung eminenter Lehrstücke der Philosophiegeschichte mit dem Interesse und der Arbeit an Grundproblemen der systematischen Philosophie auf eine eindrucksvolle Weise verbunden, wie sie in der heutigen philosophischen Landschaft immer seltener anzutreffen ist, aber philosophische Forschung im genuinen Sinne genannt werden kann…Abschließend muß konstatiert werden, daß R. H. thematisch ein sehr dichtes und vielschichtiges, aber bei aller Komplexität übersichtliches Buch gelungen ist, das dem an erkenntnis- und religionsphilosophischen Fragen Interessierten nur empfohlen werden kann, da es nicht bloß in gnoseologischer Hinsicht als richtungsweisend zu beurteilen ist." (Philosophischer Literaturanzeiger, Bd. 61, H. 3, Juli-Sept. 2008, Stefan Klingner)

Die Monographie zeigt, daß es keineswegs ein Glasperlenspiel und Nachgraben in erschöpften Gedankengängen sein muß, sich heute noch mit Fragen der Gottesbeweise philosophisch zu befassen. Vielmehr kommt gerade der Auseinandersetzung mit dem sogenannten ontolo-gischen Gottesbeweis ein großes systematisches Gewicht zu. Der Autor des Buches sieht diese systematische Aktualität des ontologischen Gottesbeweises allerdings nicht mehr in Prob-lemen von Metaphysik, Modallogik oder Religionsphilosophie gegeben, sondern vielmehr in einer erkenntnistheoretischen Konzeption von Intentionalität, die allen großen Varianten des ontologischen Gottesbeweises meist unbemerkt zugrundeliegt. Diese verborgene gnoseologische Grundkonzeption sah sich dereinst mit den nahezu identischen systematischen Problemen der Erkenntnisbegründung konfrontiert, mit denen auch viele Spielarten zeitgenössischer erkenntnistheoretischer Bemühungen zu „kämpfen“ haben. Gerade in „ANSELMS Argument“ und in dessen Reformulierungen BEI DESCARTES, LEIBNIZ und (dem frühen) KANT manifestiert sich eine enge Verschränkung von Gnoseologie und Religionsphilosophie, deren Grund-züge und aktuelle Relevanz das vorliegende Buch aufzudecken beabsichtigt.