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Helen Christen
Comutter, Papi und Lebensabschnittsgefährte
Untersuchungen zum Sprachgebrauch im Kontext heutiger Formen des Zusammenlebens.

2006. Mit einem Beitrag von Ingrid Hove., XII/332 S., mit Tabellen und Abb.
Reihe: Germanistische Linguistik - Monographien, 20
ISBN: 978-3-487-13132-0
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Beschreibung
Fachgebiete

"Die vorliegende Monographie schließt (eine) Lücke für den schweizerdeutschen Raum. Sie tut dies auf flüssige und schlüssige Art, wobei die Argumentation mit zahlreichen Zitaten aus der Literatur aufgelockert und illustriert wird (…) Somit ist die Monographie nicht nur für die Linguistik von Interesse, sondern auch für alle Nachbardisziplinen, die sich mit den modernen Formen des Zusammenlebens auseinandersetzen wollen." (Mirjam Weder, Neuphilologische Mitteilungen 1/2008)

Die vorliegende Studie befasst sich mit Auswirkungen neuer Formen des familialen Zusammenlebens auf die Sprache und versteht sich als Beschreibung aktuellen Sprachgebrauchs, wie er sich vor allem in der Deutschschweiz zeigt.
Im Fokus der lexikalisch orientierten Untersuchung stehen Personenbezeichnungen, die für den Bereich familialer und intimer Relationen verwendet werden, wobei eines der Hauptinteressen der Frage gilt, mit welchen relationalen Ausdrücken auf Personen Bezug genommen wird, die in nicht-ehelichen Partnerschaften leben. Empirische Zugriffe dokumentieren den mündlichen und schriftlichen Gebrauch einschlägiger Personenbezeichnungen, wie er in Talkshows, Kontaktanzeigen, Todesanzeigen oder Prominentenberichterstattungen vorkommt. Ergänzende Recherchen im Internet, illustrierende Belege aus der aktuellen Belletristik und die Konsultation gängiger Wörterbücher zeigen, dass sich im Bereich nicht-ehelicher Partnerschaften allmählich Bezeichnungskonventionen herauszubilden beginnen, bei denen nicht einfach „neue Wörter“ ins Spiel kommen, sondern bereits vorhandene Lexeme sich durch einen veränderten Gebrauch neue Bedeutungen aneignen. Überdies deutet sich bei den relationalen Personenbezeichnungen, die nicht-eheliches Zusammensein ausdrücken, eine stilistische Stratifikation jener Art an, wie sie etwa für die Bezeichnung der Ehefrau als Frau, Gattin, Gemahlin etabliert ist.
Ebenfalls in die Untersuchung einbezogen werden die innerfamilialen Anredeformen, denen ein Aussagepotential zur sozialen Beziehung zwischen Anredenden und Angeredeten inneliegt. Eine Fragebogen-Erhebung, die die innerfamilialen Anreden über mehrere Familiengenerationen hinweg erfasst, lässt auf bedeutsame Veränderungen in der Wahl von Anredeformen im Laufe des 20. Jahrhunderts schliessen.