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Karl Schnaase
Niederländische Briefe

Stuttgart und Tübingen 1834 , Reprint: Hildesheim 2010. Mit einer Einleitung und einem detaillierten Themenverzeichnis herausgegeben von Henrik Karge., LXXVIII/542 S., Leinen
Reihe: Historia Scientiarum
ISBN: 978-3-487-13434-5
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Beschreibung
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"Dem Schnaaseschen Text ist eine von Karge kundig geschriebene Einleitung (S. I – LXVI) vorangestellt, die den Leser mit der Entstehungsgeschichte und den formalen wie inhaltlichen Besonderheiten des Werkes vertraut macht. Ergänzend sind eine Auswahlbibliografie der wichtigsten Sekundärliteratur und ein erweitertes, thematisches Inhaltsverzeichnis beigefügt. […] Jedem kunst- und architekturinteressierten Holland- und Belgienreisenden als Cicerone der gehobenen Art wärmstens empfohlen." (Wolfgang Cortjaens, www.kunstbuchanzeiger.de, 06/2011)

Das Werk Karl Schnaases steht wie kein zweites für die Entfaltung der wissenschaftlichen Kunstgeschichte in den mittleren Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts: Der beruflich als Jurist wirkende Autor, der in seiner Jugend bei Hegel, Solger und Savigny studiert hatte, erschloss mit zahlreichen Aufsätzen sowie den acht Bänden seiner Geschichte der bildenden Künste (1843-1864) die neue Disziplin in ihrer universalen Breite und überwand die vorherrschende Stilgeschichte durch die intensive Einbeziehung der kulturellen Kontexte der Werke.
Bekannt wurde Schnaase bereits 1834 mit seinem Frühwerk "Niederländische Briefe", das den Zeitgenossen als „Haupt- und Grundbuch“ (Karl Immermann) der jungen Kunstwissenschaft galt. Nach einer Reise durch Holland und Belgien im Revolutionsjahr 1830 schrieb Schnaase, der in Düsseldorf zu den wichtigsten Förderern der aufblühenden Malerschule zählte, eine Reihe fiktiver Briefe, die in erster Linie die Kunstdenkmäler beider Länder behandeln, zugleich jedoch profunde Überlegungen zur kulturellen Bedingtheit und zur geschichtlichen Entwicklung der Künste im allgemeinen enthalten. Die überragende Bedeutung des Buches besteht darin, dass zentrale Fragestellungen und Leitbegriffe der Kunsthistoriographie – beispielsweise der moderne architektonische Raumbegriff – hier erstmals klar umrissen wurden. Noch heute erweist sich Schnaases Frühwerk als ein in seiner unkonventionellen literarischen Gestalt höchst anregendes Buch, dessen gedankliche Tiefe von neuem entdeckt zu werden lohnt.