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Nicole K. Strohmann
Gattung, Geschlecht und Gesellschaft im Frankreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts - Studien zur Dichterkomponistin Augusta Holmès
Mit Werk- und Quellenverzeichnis sowie Personen- und Werkregister.

2012, 622 S., mit 65 z.T. farbigen Abb. und zahlreichen Notenbeispielen., Hardcover
Reihe: Musikwissenschaftliche Publikationen, 36
ISBN: 978-3-487-14701-7
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Beschreibung
Fachgebiete

"Es bleibt festzuhalten, dass Strohmann einen sehr interessanten Ansatz gewählt hat, um die Dichterkomponistin Holmès unter einem neuen Blickwinkel darzustellen (…) Die detaillierten Beschreibungen des originalen Aufführungsmaterials wecken den Wunsch nach einer Rekonstruktion und die minutiöse Quellenauflistung im Anhang wird sicher für weitere Forschungen äußerst hilfreich sein." (Claudia Schweitzer, www.info-netz-musik)

Ein "Meilenstein in der Forschung zu Augusta Holmès und zur französischen Musik der Jahrhundertwende" (Mitteilungen des Dokumentationszentrums für Librettoforschung 06/13)

"Auf Basis intensiver Archivrecherchen (…) schlägt die Untersuchung (…) auf gewinnbringende und verdienstvolle Weise die Brücke zwischen philologisch-quellenkritischen Verfahren, gattungshistorischen und musikanalytischen Methoden der Werkinterpretation sowie verschiedenen weiterführenden kulturwissenschaftlichen Ansätzen. (…) Dass Strohmann dabei dank ihrer Archivrecherchen mit neuen Befunden zu Daten und Fakten von Holmès französischer Naturalisation 1879 sowie zu ihrer Konversion zum Katholizismus 1900 aufwarten und so Defizite der bisherigen Holmès-Biografik korrigieren kann, vermag noch einmal das hohe Verdienst der Studie ins Bewusstsein zu rücken, die in sich bereits ergebnisreiche Analyse- und Deutungsarbeit auf sorgsamer Erschließungs- und Quellenarbeit gründet." (Fabian Kolb, Die Musikforschung 67. Jg., Heft 4/2014)

Augusta Holmès (1847-1903) war die zentrale Komponistin im Frankreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie war die erste Komponistin, die vorwiegend in großen Gattungen für den öffentlichen Raum komponierte und an der Pariser Grand Opéra reüssierte. Ihre Chor- und Orchesterwerke standen auf den Programmen der namhaftesten Pariser Konzertgesellschaften und mit ihrer monumentalen Ode triomphale zum Centenaire der Französischen Revolution avancierte sie gleichsam zur offiziellen Staatskomponistin.
Mit vorliegender Studie wird das Œuvre der Dichterkomponistin erstmals umfassend kultur- und werkgeschichtlich analysiert. Die Autorin behandelt exemplarisch die Oper "La Montagne noire", die Revolutionskantate "Ode triomphale" und die Symphonische Dichtung "Andromède". Die Grundlage für die werkanalytischen Interpretationen bilden philologische Untersuchungen der Quellenlage, die zu präzisen Aussagen über den Dichtungs- und Kompositionsprozess sowie die Rezeptionsgeschichte führen. Aus diesen Werkanalysen entwickelt Strohmann ein „Identitätskaleidoskop“ der Komponistin, als dessen Kern sich der Freiheitsgedanke erweist.
Im bibliografischen Anhang sind erstmals die über 2.800 teils bislang unbekannten Quellen systematisch verzeichnet, auf denen die Studie basiert. Sie bilden eine unverzichtbare Basis für zukünftige Forschungen zu Holmès und ihrem künstlerischen Umfeld wie César Franck, Gounod, Liszt, d’Indy, Wagner, G. Charpentier, R. Hahn, Mallarmée, Villiers de l’Isle-Adam, u.v.m.