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Lars Erik Zeige
Sprachwandel und soziale Systeme

2011, XXIV/289 S.
Reihe: Germanistische Linguistik - Monographien, 27
ISBN: 978-3-487-14720-8
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Beschreibung
Fachgebiete

"Zeige ist mit dieser Arbeit gelungen, einen Anstoß zu geben und einen theoretischen Weg zur Überwindung der Unvereinbarkeit struktureller und funktionaler Sprachbetrachtung aufzuzeigen. Er hat der Sprachwandelforschung den Zugang zu einem wichtigen soziologischen Modell eröffnet und fruchtbar gestaltet. Es ist zu hoffen, dass neue Sprachwandeluntersuchungen Anschluss an einige der hier herausgearbeiteten theoretischen Überlegungen finden können und zu einer Weiterentwicklung der hierfür notwendigen methodischen Ansätze beitragen." (Oliver Ernst, Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, LXXXI. Jahrgang, Heft 2/2014)

Struktur, Funktion und Prozess sind unabhängige Perspektiven der Sprachbetrachtung. Das Buch richtet einen neuen Blick auf sprachlichen Wandel und fragt: Was kann an Einsichten über Sprache und ihren Wandel durch die Anwendung eines integrativen Modells gewonnen werden?
Mit Luhmanns Theorie sozialer Systeme steht hierfür ein eingeführter, produktiver und zeitgemäßer theoretischer Rahmen bereit. Der Kommunikationsbegriff bildet dabei die Schnittstelle, an der Gesellschaftstheorie und Sprachwissenschaft relevant aneinander anschließen: Luhmanns soziologische Theorie erklärt Gesellschaft über Kommunikationen weitgehend von sprachlicher Form. Der Sprachgeschichte ihrerseits geht es um die Fortentwicklung sprachlicher Strukturen durch Aktualisierung in der Kommunikation. Lars Erik Zeige entwickelt daraus ein eigenständiges Modell und diskutiert es in der Auseinandersetzung mit etablierten Sprachwandelmodellen. Der Historischen Linguistik kann so die integrative Funktion zukommen, die grundlegende Unvereinbarkeit struktureller und funktionaler Sprachbetrachtung aufzulösen, indem sie den Prozess sprachlicher Strukturbildung zu Grunde legt.