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Anja Ernst
Formen des Sprachbildes. Bildliche und bildhafte Inszenierungsstrategien in Gustave Flauberts "Madame Bovary" und "Salammbô"

2013, 360 S.
Reihe: Romanistische Texte und Studien, 8
ISBN: 978-3-487-15025-3
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Beschreibung
Fachgebiete

"Bei Ernsts Monografie handelt es sich um eine überzeugende und gut lesbare Studie, die in beiden Teilen konsequent Übersetzungen der analysierten und referierten Passagen mitliefert und die auch über die Fachgrenzen hinweg ein grundlegendes Werk zur literarischen Visualität darstellt. Die Diskussion auf die aktuell bedeutsame und weiter an Bedeutung gewinnende Frage nach literarischen Bildformen und der visuellen Verfasstheit (von Sprache) gelenkt und zugleich ein begriffliches Inventarium dargelegt zu haben, ist höchst anerkennswert." (Cordula Reichart, Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 252:1/2015)

Flauberts Romane "Madame Bovary" (1856) und "Salammbô" (1862) eignen sich auf beispielhafte Weise, die Formenvielfalt und die Effektivität von Sprachbildern aufzuzeigen. Bewusstseinsabläufe werden an die Oberfläche geholt, verschachtelte Strukturen verdichten sich zu Sekundärerzählungen, die sich von der primären Narration immer mehr zu lösen scheinen, um schließlich eine eigene Geschichte zu erzählen: In Madame Bovary, Bewusstseinsroman par excellence, werden Sehnsüchte, Gedanken und Gefühle mithilfe von Bildern ‚sichtbar‘, ‚greifbar‘, begreifbar gemacht. In Salammbô hingegen dominieren vor allem Landschafts- und Naturbeschreibungen. Besonders geht es hier um die Kreation einer Farbe: den Eindruck der Farbe Purpur.
In beiden Romanen tragen Sprachbildtechniken und ihre Inszenierungsweisen zur Entstehung einer Art mentalen Films bei. Diese Techniken aufzudecken, ist Ziel der Arbeit, sie diskutiert den Bildbegriff auf umfassende Weise. Im Fokus der Untersuchung stehen Tropen, wie die Metapher und der Vergleich, aber auch Beschreibungstechniken, die den Effekt der literarischen Visualität hervorrufen.
Hinter der auf den ersten Blick oft schlicht wirkenden Fassade Flaubert´scher Bilder, hinter vermeintlicher Banalität, verbergen sich hochkomplexe, hocheffiziente Gebilde, die sich durchaus und nur zu Recht als originell bezeichnen lassen.