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Reinhard Hiltscher (Hrsg.); Stefan Klingner (Hrsg.)
Kant und die Religion - die Religionen und Kant

2012, 232 S.
Reihe: Studien und Materialien zur Geschichte der Philosophie, 83
ISBN: 978-3-487-14855-7
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Beschreibung
Fachgebiete

Heute tritt die berühmte Gretchenfrage in das Bewusstsein der Kultur- und Sozialwissenschaften vor allem durch die Diskussionen um die „Rückkehr der Religionen“ und die Frage nach dem Umgang mit den verschiedenen Spielarten des politisch-religiösen Fundamentalismus. Die zahlreichen Diskussionen dieser Themen in der breiteren Öffentlichkeit machen eines deutlich: Wenn über das Verhältnis von autonomer Vernunft und Religion diskutiert wird, steht – zumindest implizit – nahezu immer die monotheistische Offenbarungsreligion im Zentrum. Der Anspruch dieses Typs von Religion scheint am stärksten mit dem Anspruch autonomer Rationalität zu kollidieren. Der Frage nach dem Verhältnis von monotheistischer Religion und Vernunft kann besonders gut durch das Studium der religionsphilosophisch relevanten Schriften Immanuel Kants nachgegangen werden. Denn Kants Religionsphilosophie ist ein Exempel dafür, wie das Verhältnis von Vernunft und Religion in einer Weise gefasst werden kann, so dass weder Religion noch Vernunft ihre genuinen Rechte bestritten oder gar genommen werden. Der vorliegende Band ist als Vorschlag zu verstehen, wie Kants Religionsphilosophie in Hinsicht auf ihren Gehalt und ihre Relevanz angemessen erfasst werden kann.