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Gutenberg-Bibel, Die 42-Zeilige
2 Bände. Mit einem Geleitwort von Holger Nickel.

Leipzig 1913/14 , Hildesheim 2000, 1290 S., mit zahlreichen Illustr.
ISBN: 978-3-487-11125-4
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648,00 EUR
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Beschreibung
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Originalformat 31 cm x 43,5 cm. Im Leinenschuber Kass.
ISBN 3-487-11125-X € 648,00

Die Bibelausgabe ist die bedeutendste Leistung Johann Gutenbergs und eine erste glanzvolle Bewährungsprobe des von ihm erfundenen Typendrucks. Nach einem wiederentdeckten Brief des späteren Papstes Pius II. ist auf dem Reichstag zu Frankfurt im Oktober 1454 ein „erstaunlicher Mann“ (vir mirabilis) erschienen, um fehlerlose Lagen einer Bibel zum Kauf anzubieten, die man bequem und ohne Brille lesen konnte.
Gutenberg muss damals in seiner Mainzer Offizin das von ihm geplante „Werk der Bücher“ weitgehend abgeschlossen haben: 641 bedruckte Blätter in zwei Bänden mit jeweils zwei Kolumnen pro Seite (2564 insgesamt). Die Zeilenzahl betrug anfangs 40 und wurde im Verlauf des Druckvorgangs auf 42 erhöht, weshalb die Bibel nach dieser Zeilenzahl zitiert wird.
Die Übersetzung folgt der mittelalterlichen Texttradition und wurde auf dem Konzil in Trient 1546 als „vetus et vulgata editio“ bezeichnet. Seither fußen die meisten Bibeldrucke auf dieser Textfassung, die 1592 (als „Vulgata“) für die katholische Kirche verbindlich wurde.
on Gutenbergs Druck sind 48 weit-gehend vollständige Exemplare oder Einzelbände auf Pergament oder Papier erhalten, dazu einige umfangreichere Fragmente. Der Bedeutung des Textes entsprechend wurden viele, kurz nachdem sie die Presse verlassen hatten, mit glanzvoller Buchmalerei ausgestaltet.
Das Berliner Pergamentsexemplar gilt als eines der schönsten und wurde in der hier wiedergegebenen Ausgabe des Insel-Verlages Leipzig aus den Jahren 1913/14 erstmals faksimiliert. Das Faksimile macht nicht nur dieses Kunstwerk wieder zugänglich, es dokumentiert auch die Buch- und Technikgeschichte: Gutenberg wird als eine der bedeutendsten Personen der vergangenen tausend Jahre angesehen, und das Faksimile von 1913/14 gilt als ein erster Höhepunkt der lithographischen Wiedergabe alter Buchkunst.
Das Original befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz.